Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem dreitägigen Warnstreik bei Edeka in Berlin und Brandenburg aufgerufen. Die Beschäftigten sollen von Freitag bis einschließlich Montag die Arbeit niederlegen, teilte die Gewerkschaft am Donnerstag mit. Für Freitag hat Verdi auch bundesweit zu einem Warnstreik aufgerufen.
Die aktuelle Tarifrunde im Einzelhandel dauert bereits seit Monaten an. Auch zahlreiche Warnstreiks wie etwa direkt vor den Weihnachtstagen konnten die verfahrene Situation nicht verändern. Für die Kunden hatten die Warnstreiks bisher nur geringe Auswirkungen, weil die Beteiligung am Arbeitskampf eher gering war.
Edeka-Großlager bei Grünheide betroffen
Verdi fordert im Einzelhandel unter anderem in allen Regionen mindestens 2,50 Euro mehr pro Stunde und eine Laufzeit von einem Jahr. Je nach Bundesland kommen weitere Forderungen hinzu. Auch Spitzengespräche auf Bundesebene brachten zuletzt keinen Fortschritt.
Vor dem Edeka-Großlager Freienbrink in Grünheide soll am Freitag ab 11.30 Uhr eine Kundgebung abgehalten werden.
Der Arbeitskampf am Freitag, bei dem Verdi bundesweit zur Arbeitsniederlegung aufruft, sei nur der Anfang mehrerer zentraler Aktionswochen vor Ostern. „Wir wollen gezielt die Blockierer im Arbeitgeberlager in den Fokus nehmen“, erklärte Silke Zimmer aus dem Verdi-Bundesvorstand.
Streikwelle vor Ostern geplant
Diese Woche seien Aktionen in Filialen und Lagern des Lebensmittelhändlers Edeka geplant. In den kommenden Wochen stünden dann andere Handelskonzerne im Fokus, die laut Verdi die Verhandlungen blockieren.
Für Freitag erwartet die Gewerkschaft bundesweit rund 13.000 Streikende. Zentrale Kundgebungen sollen unter anderem in Köln, Chemnitz, Hamburg und Minden stattfinden.
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten des Handels für Freitag zu bundesweiten Streiks aufgerufen. Damit sollen die Arbeitgeber zur Rückkehr an den Verhandlungstisch und zum Abschluss eines Tarifvertrags bewegt werden, wie Verdi am Donnerstag mitteilte. Seit mittlerweile mehr als acht Monaten verlaufen die Gespräche zwischen den Tarifpartnern im Handel ohne Ergebnis.
Verdi fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,50 Euro in der Stunde; für die unteren Beschäftigtengruppen eine Erhöhung des Stundenlohns auf 13,50 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Laut Handelsverband Deutschland (HDE), also den Arbeitgebervertretern, entspräche das einer Lohnerhöhung von 15 Prozent.
Die Arbeitgeber bieten ihrerseits Lohnsteigerungen von rund zehn Prozent über eine Laufzeit von zwei Jahren und eine Inflationsausgleichsprämie von 750 Euro.


