Berlin hat viel Sex – und viele sexuell übertragbare Krankheiten (STDs). Das zeigt eine neue Analyse von erobella.com, die sich auf Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) bezieht. Von allen deutschen Städten und Regionen gibt es keine, in der im Jahr 2025 so viele Fälle von Syphilis, HIV und Gonorrhoe (Tripper) gemeldet wurden. Doch die Zahlen gelten nicht für ganz Berlin. Vier Bezirke haben die Nase bei sexuell übertragbaren Krankheiten nicht nur stadt- sondern bundesweit ganz weit vorne.
Charlottenburg-Wilmersdorf ist Deutschlands Syphilis-Hochburg
Syphilis gehört zu den ältesten sexuell übertragbaren Erkrankungen und erreichte 2024 einen Höchststand an Infektionen: 11,2 Fälle pro 100.000 Einwohner ist die bundesweite Inzidenzzahl. Darüber kann Berlin nur lachen. Gleich vier Bezirke dominieren in den Worten der Erobella-Analyse „das nationale Infektionsgeschehen“: Ausgerechnet das Nobelviertel Charlottenburg-Wilmersdorf führt das bundesweite Ranking an, mit sage und schreibe 69,86 Fällen pro 100.000 Einwohner. Dicht auf dem Fuß folgen Friedrichshain-Kreuzberg mit einer Inzidenz von 66,40, Berlin-Mitte (52,12) und Neukölln (39,72) – erst dann folgen andere deutsche Städte. Köln muss mit Platz fünf vorliebnehmen.

Drei Berliner Bezirke in HIV-Top-Ten
Ist Berlin Syphilis-Spitzenreiter, sieht es glücklicherweise in Bezug auf HIV-Infektionen zumindest etwas besser aus. Fürth hat überraschenderweise mit 19,69 Fällen pro 100.000 Einwohner den höchsten Wert bundesweit, es folgt Chemnitz (10,59) – der Bezirk Berlin-Mitte teilt sich mit Hamburg den dritten Platz. Dahinter folgen München (9,83) und Berlin Friedrichshain-Kreuzberg (9,75). Das ist aber noch kein Grund zum Aufatmen: Insgesamt ist die deutsche Hauptstadt gleich mit drei Bezirken unter den Top Ten vertreten, der dritte ist Neukölln mit 8,47.


