„Bei Ihrer Stimme könnte ich direkt einschlafen!“ Was manche vielleicht als Beleidung verstehen würden, hat Dr. Monika Staesche, Stellvertretender Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin, und ihre Kollegen auf eine Idee gebracht. Seit mehr als zwei Jahren entführen sie Zuhörer mit dem erfolgreichen Podcast „Einschlafen mit Weltall“ Woche für Woche in faszinierende kosmische Welten – von Kometen über Sternbilder bis hin zum Leben auf Raumstationen.
Podcast „Einschlafen mit Weltall“ hilft beim Einschlafen
Berlin hat ein Einschlafproblem. Glaubt man dem European Sleep Index 2026 der Firma Coway sind wir auf Platz 13 der europäischen Metropolen, die den am wenigsten erholsamen Schlaf haben. Ein Ort, wo allerdings häufiger geschlafen wird, als man hoffen würde, ist das Planetarium. „Man hat eine anstrengende Woche hinter sich und liegt halb nach hinten gelehnt in einem dunklen Raum, eine Stimme erzählt einem irgendwas, und schon sagt der Körper ‚Okay, mach dann mal ohne mich weiter‘“, erklärt Dr. Monika Staesche dem KURIER. Warum also nicht einen Podcast machen, der Wissensvermittlung mit gutem Schlaf verbindet? Der beliebte Podcast ist Teil der erfolgreichen „Einschlafen mit“-Reihe von Schönlein Media.

Mit Staesches sanfter Stimme lernen Zuhörer zurzeit in der bereits dritten Staffel von „Einschlafen mit Weltall“ über träumerische Weltraum-Themen. Die können aber durchaus mal komplizierter sein – auch Schwarze Löcher, Dunkle Materie und die Allgemeine Relativitätstheorie können in den Schlaf wiegen.
„Einschlafen mit Weltall“ für manche zu interessant zum Einschlafen
Die Rückmeldung, die das Planetarium dazu bekommt, ist sehr positiv, meint Staesche: „Mir hat ein Herr geschrieben, der unter Schlaflosigkeit gelitten hat. Ihm hat das wirklich geholfen. Das kennt wohl jeder, dass man mal eine Grübelnacht hat und von den Gedanken einfach nicht wegkommt. Ein ganz anderes Thema hilft da natürlich ein bisschen zum Ablenken.“ Und dann gibt es wiederum andere Zuhörer, die bei dem Podcast gar nicht einschlafen können, weil sie die Themen viel zu spannend finden – auch darüber ist Dr. Monika Staesche nicht traurig.
Warum sich wohl gerade das Weltall so gut zum Einschlafen eignet? „Wir bestehen aus dem gleichen Stoff, aus dem Sterne auch bestehen“, erklärt Staesche. „Auch wenn wir uns nicht jeden Tag damit beschäftigen, wir sind ein Teil davon.“


