Green Door Bar in Schöneberg

Deutschlands beste Bar ist in Berlin, und SIE ist die beste Bar-Frau

Die besten Cocktails in Berlin bekommt man in Schöneberg. Hier gab es gleich zwei Auszeichnungen der Mixology Bar Awards.

Teilen
Doppelt ausgezeichnet! Die Berlinerin Maria Gorbatschova erhält den Titel „Bartenderin des Jahres“, ihre Green Door Bar in Berlin-Schöneberg wurde zur „Bar des Jahres“ gekürt.
Doppelt ausgezeichnet! Die Berlinerin Maria Gorbatschova erhält den Titel „Bartenderin des Jahres“, ihre Green Door Bar in Berlin-Schöneberg wurde zur „Bar des Jahres“ gekürt.Jens Kalaene/dpa

Ausgezeichnet! Und zwar doppelt. Eine Cocktailbar in Berlin wurde zur „Bar des Jahres“ gekürt, als beste Bar im deutschsprachigen Raum. Und die Frau, die hier die Cocktails mixt, holte den Titel „Bartenderin des Jahres“. Wo bekommt man nun also die besten Drinks von der besten Bar-Frau? In der Green Door Bar in Berlin-Schöneberg.

Verliehen wurden die Auszeichnungen vom Fachmagazin Mixology, das voll des Lobes ist für Maria Gorbatschova und ihre Green Door Bar. Sie ist übrigens die erste Frau, die diese Bartender-Auszeichnung erhält. „Maria hat in den letzten Jahren alles richtig gemacht, ein tolles, diverses Team aufgebaut und die Green Door umfassend modernisiert, ohne dabei das charakteristische Wesen dieser so wichtigen Bar zu gefährden“, sagt Mixology-Chefredakteur Nils Wrage über Deutschlands „Bar des Jahres 2025“.

Green Door Bar: Köstliche Cocktails am langen Holztresen

Bartenderin Maria Gorbatschova steht am langen Holztresen ihrer Green Door Bar in Berlin-Schöneberg.  
Bartenderin Maria Gorbatschova steht am langen Holztresen ihrer Green Door Bar in Berlin-Schöneberg. Jens Kalaene/dpa

Wer die Cocktails und die Atmosphäre in der Green Door Bar genießen will, muss nach Berlin-Schöneberg in die Winterfeldtstraße in der Nähe des Nollendorfplatzes. Das Lokal liegt damit unweit des schon in den 1920ern berühmt-berüchtigten schwulen und queeren Ausgehviertels rund um die Motzstraße.

Die Bar mit langem Holztresen beschreibt sich selbst als American Bar. Das Mobiliar wurde in den 1990ern aus New York importiert, der Künstler Thomas Hauser bemalte die Wände mit Karos und Holzmustern. Das Interieur erinnert an einen privaten Salon, manches auch an Filme von David Lynch.

Drei Preise gehen nach Hamburg

Als „Neue Bar des Jahres“ zeichnete die Fachjury der Awards die Collab Bar in Hamburg aus, die – wie viele angesagte Läden – den Kurs „card only“ und „walk-in only“ fährt. Bedeutet: keine Bargeldzahlung, keine Reservierungsmöglichkeit.

In Hamburg befindet sich mit dem südostasiatisch inspirierten Jing Jing (letztes Mal noch „Neue Bar des Jahres“) außerdem die „Restaurant-Bar des Jahres 2025“. Den dritten Preis nach Hamburg holte der Dauerbrenner Le Lion. Das Lokal wurde als „Bar-Institution“ ausgezeichnet.

„Hotelbar des Jahres“ wurde diesmal ein Lokal in München: das Ory im Mandarin Oriental, das sich um die Ecke vom Hofbräuhaus in der Altstadt befindet. Auch der Preis für das „Barteam des Jahres“ geht in Bayerns Landeshauptstadt: ans Zephyr im Glockenbachviertel.

Cocktailbar-Wunder im kleinen Bamberg

Die größte Sensation liefert laut Mixology das vergleichsweise kleine Bamberg. Die Szene der oberfränkischen Stadt erlebe seit einem knappen Jahrzehnt eine beispiellose Bar-Entwicklung, man rede gar vom Bamberger „Bar-Wunder“. Die Bar Das schwarze Schaf heimste zwei Preise ein: Betreiber Sven Goller wurde als „Gastgeber des Jahres“ prämiert, seine Barchefin Alina Bazen ist die „Newcomerin des Jahres“. ■