In Berliner Cafés ist immer öfter Englisch gefragt. An Tisch und Tresen kommt man mit Deutsch oft nicht weiter. Denn das Personal spricht oftmals kein Deutsch. Statt „Watwollense“ und „Hamwanich“ heißt es immer öfter „English, please“. Das nervt auch viele Kurier-Leser, die unseren Beitrag auf Facebook kommentiert haben.
Toni Cento schreibt: „In vielen Hotels und Cafés mittlerweile der Standard. Integration beginnt mit der Sprache, und da hat man konsequent geschlafen.“
Gabriele Herschel meint: „Ganz furchtbar, fühle mich stellenweise fremd im eigenen Land.“
Obba Lilian Hodelin Rios ist anderer Meinung: „Dann kommt nach Charlottenburg, da wird fließend Spanisch gesprochen, also man kann auch Probleme haben.“
Auch Jimmy Riptide sieht das Zwangsenglisch in Berlin eher entspannt: „Englisch ist Weltsprache und Berlin ist eine Weltstadt. In London und New York spricht auch fast jeder Englisch. Lernt lieber Englisch, ohne kommt man nicht weit.“
Micha Müller sieht die Sache ganz anders: „Das wird immer merkwürdiger in Berlin. Hier wird man als Einheimischer nicht mal mehr in der Landessprache bedient. So einen Laden würde ich nicht betreten. Ich geh ja auch nicht nach Frankreich und verlange dort, dass das Personal Deutsch spricht.“
Top-Fan Dennis Bernards hat einen praktischen Vorschlag: „Dann geht man halt nicht in das Café rein. Gibt ja genügend Konkurrenz.“
Abdullatif Alkhaleif berichtet: „2015, als ich neu nach Deutschland kam, hieß es: HIER WIRD NUR DEUTSCH GESPROCHEN. Jetzt versteht mich keiner auf Deutsch, weil nur auf Englisch kommuniziert wird!“
Silvio Beyer ärgert sich: „So ist der reale Irrsinn. Deutsche Hauptstadt und gefühlt keiner spricht mehr Deutsch. Ging mir (unter anderem am Mercedes-Benz-Platz im Burgerladen) auch schon so. Da gibt’s bei mir dann nur eins: winke, winke und wieder raus. Kein Geld für diese Läden.“
Im Ausland dagegen geht es auch anders, das hat Axel Gülzow erlebt: „Neulich im Urlaub in Belgien hatte ich im Imbiss etwas zu bestellen vergessen und wollte es gerade nachholen (auf Englisch), da fragte mich der asiatischstämmige belgische Imbissbetreiber auf Deutsch: Na, was haste denn vergessen?“


