Viele Berliner und Brandenburger kennen den Trick: Ein kurzer Abstecher hinter die polnische Grenze, einmal volltanken und schon sind ein paar Euro gespart. Angesichts der hohen Spritpreise in Deutschland wirkt Polen wie ein Paradies für Autofahrer. Doch der günstige Tankstopp kann schnell zur sehr teuren Lektion werden. Denn auf polnischen Straßen gelten deutlich strengere Bußgeldregeln als hierzulande.
Besonders teuer wird es in Polen für Raser
Wer glaubt, dass man mit ein paar km/h zu viel auf dem Tacho auch im Nachbarland Polen glimpflich davonkommt, irrt gewaltig. Denn seit der Verschärfung des Bußgeldkatalogs in Polen im August 2025 kann schon eine geringe Geschwindigkeitsüberschreitung spürbar ins Geld gehen. Und Ausländer werden oft direkt vor Ort abkassiert, warnt der ADAC!
Eine Überschreitung bis 30 km/h kostet bis zu 93 Euro. Richtig teuer wird es ab 50 km/h: Dann drohen Bußgelder ab 1170 Euro (vor der Bußgeldreform: 380 Euro) und in manchen Fällen sogar der sofortige Führerscheinentzug für drei Monate. Wer also mit Tempo 80 durch eine 30er-Zone rast, ist den Führerschein los und muss viel Geld zahlen.

Auch beim Thema Alkohol versteht Polen keinen Spaß. Während in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit ab 0,5 Promille beginnt, liegt die Grenze in Polen bereits bei 0,2 Promille. Wer mit 0,2 bis 0,5 Promille erwischt wird, muss mit Geldstrafen ab etwa 600 Euro rechnen. Ab 0,5 Promille wird es strafrechtlich relevant: Dann drohen mehrere tausend Euro Strafe, Fahrverbot oder sogar Haft. Besonders drastisch: Das Fahrzeug kann im Extremfall beschlagnahmt werden. Die Regeln gelten übrigens auch für Radfahrer!


