Milde Luft, zweistellige Temperaturen! Das Wochenende in Berlin fühlt sich fast nach Frühling an. Was viele Berliner freut, lockt auch Kröten aus der Winterstarre. Auf Liebestour beginnt in den kommenden Tagen ihre gefährliche Wanderung zu den Laichgewässern.
Auf ausgeschilderte Wanderstrecken achten
Vor allem in den Randbezirken gibt es zahlreiche Kleingewässer, in denen Amphibien leben, so der Naturschutzbund (Nabu) Deutschland. Auf dem Weg dorthin müssen Kröten, Molche und andere Lurche Straßen überqueren, die ihren Lebensraum zerschneiden. Für viele endet das tödlich: Jedes Jahr sterben tausende Tiere durch den Autoverkehr.
Der Nabu appelliert daher an Autofahrer, besonders aufmerksam zu sein. An ausgeschilderten Wanderstrecken gilt Tempo 30. Das kann Leben retten, denn die Tiere sterben nicht nur durch Überfahren.

Luftdruck schneller Autos für Kröten tödlich
Auch der Luftdruck schnell vorbeirasender Fahrzeuge kann ihre inneren Organe zerreißen. In den kommenden Wochen werden deshalb an mehreren Stellen Fangzäune aufgebaut, unter anderem nahe dem Mahlsdorfer Körnerteich.
Entscheidend für den Start der Massenwanderung sind die Temperaturen. „Steigt die Temperatur nachts mehrere Tage in Folge über fünf Grad, beginnt die Wanderung“, erklärt Sascha Schleich vom Bundesverband. Bleibt es wechselhaft, kann sich der Höhepunkt hinauszögern und je nach Region unterschiedlich ausfallen.


