Berlin feiert am Sonntag den Internationalen Frauentag. Gleichzeitig gehen Menschen auf die Straße und demonstrieren. Der 8. März ist in der Hauptstadt offizieller Feiertag. Vielen ist er auch als Frauenkampftag oder feministischer Kampftag bekannt.
Am Frauentag sind zahlreiche Demos und Kundgebungen
Traditionell wird weltweit für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung demonstriert. In Berlin sind dafür zahlreiche Demos und Kundgebungen angemeldet.
Demonstrationen sind auch für den Montag angekündigt
Auch am Montag wird in Berlin an mehreren Orten demonstriert. Anlass ist der Frauenstreiktag, zu dem die Initiative „Enough! Genug!“ aufgerufen hat. Er soll als Aktionstag den Frauentag verlängern und Frauen weltweit ermutigen, an diesem Tag ihre bezahlte und unbezahlte Arbeit niederzulegen.
Die Initiative betont auf ihrer Internetseite zwar, dass der Tag ein Streik sei, aber keiner im tarifrechtlichen Sinn, also „kein Arbeitskampf“. Einzelpersonen seien nicht durch das Streikrecht geschützt und müssten selbst entscheiden, ob sie „Freistellung beantragen, Urlaub einreichen“ oder nur die Mittagspause verlängern.

Auch am Samstag wird in Berlin demonstriert
Los geht es bereits am Vorabend des Frauentags. Am Samstag, 7. März, startet um 18 Uhr der Protestlauf „Outrun The Patriarchy – Protestlauf am Vorabend des Internationalen Frauenkampftags gegen Diskriminierung und Ungleichheiten von FLINTA* im und marginalisierten Gruppen im Sport“ auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain vor dem Club Athleten. Die Route führt über die Oberbaumbrücke nach Kreuzberg und zurück zum RAW.
Am Sonntag (8. März) formiert sich ab 11.30 Uhr am Oranienplatz die große Demo unter dem Motto „feministisch, solidarisch, gewerkschaftlich“. Der Zug zieht durch Kreuzberg und Mitte bis zur Abschlusskundgebung am Roten Rathaus.
Demo am Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg
Um 12 Uhr rollt am Mariannenplatz in Kreuzberg die Fahrrad-Demo „Purple Ride – Feministisch Fahrrad Demo“ los. Über Mariannenstraße, Rio-Reiser-Platz, Skalitzer Straße, Kottbusser Tor, Hermannplatz, Hasenheide, Mehringdamm, Wilhelmstraße, Friedrichstraße, Unter den Linden und das Rote Rathaus kehrt der Zug zum Mariannenplatz zurück.
Parallel beginnt um 13 Uhr an der Weltzeituhr am Alexanderplatz eine Demonstration mit Kundgebung zum Internationalen Frauentag. Ziel ist der Rosa-Luxemburg-Platz.

Viele Demos in Berlin auch am Nachmittag
Am Nachmittag folgen weitere Aktionen: Um 15 Uhr setzt sich am Vorplatz des Gesundbrunnen-Centers die Demo „Heraus zum Frauenkampftag – Gegen Krieg, für die Frauenrevolution!“ in Bewegung, über Badstraße und Leopoldplatz zur Scheringstraße. Am Rheinmetall-Standort (Scheringstraße 2) ist eine Zwischenkundgebung geplant, Ende ist am S-Bahnhof Humboldthain.
Ebenfalls um 15 Uhr startet am Kottbusser Tor die Demo „8. März International“. Sie führt über Kottbusser Damm und Hermannplatz über Karl-Marx-Straße, Erkstraße und Sonnenallee bis zur Abschlusskundgebung an der Reuterstraße zwischen Weser- und Lenaustraße.
Am Montag geht es mit dem Frauenstreik weiter
Am Abend setzt die „queerfeministische Abenddemo“ um 19 Uhr am Mariannenplatz an und zieht zum Görlitzer Park.
Am Montag (9. März) gehört die Stadt dann dem Frauenstreik. Ab 12 Uhr laufen mehrere Kundgebungen unter dem Motto „Enough – globaler Frauenstreik“. Die Route führt unter anderem am Wittenbergplatz, an der Hauptstraße 139 in Schöneberg, am Tempelhofer Damm 165 sowie im Bereich Mariendorfer Damm/Friedenstraße/Reißeckstraße/Alt-Mariendorf vorbei.
Viele Demos in Berlin um die Mittagszeit
Ebenfalls um 12 Uhr startet auf dem Platz des 18. März der „Globaler Frauen*streik“ (angekündigt bis 18 Uhr). Um 12.30 Uhr hebt am Steinplatz die Demonstration „Genug! Basta! Yeter! Enough!“ ab, die Route führt über Ernst-Reuter-Platz, Kurfürstendamm und die Straße des 17. Juni bis zum Platz des 18. März.
Außerdem beginnt um 12 Uhr am Kottbusser Tor die Demonstration „Frauen gegen Gewalt und Kürzungen“, die durch Mitte bis zum Roten Rathaus zieht.


