Wiederholung der Pannenwahl: Nun ist wieder ein Fehler auf einem Stimmzettel aufgetaucht.
Wiederholung der Pannenwahl: Nun ist wieder ein Fehler auf einem Stimmzettel aufgetaucht. dpa/Gollnow

Die Pannen bei der Wiederholung der Abgeordnetenhauswahl hören nicht auf. Nun hat es einen Berliner Politiker im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf erwischt. Mit einem Fehler, der schon bei der Pannenwahl 2021 passiert ist. Offenbar hat man daraus nichts gelernt.

Der CDU-Abgeordnete Christian Wohlrabe staunte nicht schlecht, als er auf den Stimmzettel für seinen Wahlkreis schaute. Darauf steht sein Name falsch geschrieben. Genau das war bereits schon bei dem Urnengang 2021 passiert, der nun im Februar wiederholt wird.

Ein von Wohlrabe bei Twitter veröffentlichtes Foto zeigt den Stimmzettel mit dem Namen Christian Andreas Wohlrabe, obwohl der 1977 geborene Politiker mit zweiten Vornamen Alexander heißt. Das ist „nicht nur falsch sondern auch insofern komisch, dass ich gar keinen Zweitnamen angegeben hatte. Außerdem fühlt sich Andreas einfach falsch an. Das bin ich nicht“, schrieb Wohlrabe.

Der CDU-Abgeordnete Christian Wohlrabe auf einem Wahlplakat in Charlottenburg.
Der CDU-Abgeordnete Christian Wohlrabe auf einem Wahlplakat in Charlottenburg. Imago/Stefan Zeitz

Chaos-Wahl Berlin: Falsche Stimmzettel werden nicht eingestampft

Die verschickten Stimmzettel in Charlottenburg werden aber wegen dieser Panne nicht eingestampft. Laut dem Redaktionsnetzwerk RND habe sich der neue Berliner Landeswahlleiter Stephan Bröchler bei dem CDU-Politiker entschuldigt. Bröchler habe dem Abgeordneten mitgeteilt, dass er „nur 90 Tage Zeit gehabt, um die Wahl vorzubereiten“. Für Wohlrabe sei das „wenig zufriedenstellend“.

Die Pannenserie zur Wiederholungswahl begann bereits mit einem falschen Wahldatum auf ein Begleitschreiben bei einigen Wahlbenachrichtigungen in englischer Sprache. Dort wurde der 12. September statt der 12. Februar als Wahltag angegeben.

Die Pannenserie setzte sich fort. In Treptow-Köpenick wurden in 49 Fällen Briefwahlunterlagen doppelt verschickt, wie eine Sprecherin des Bezirks mitteilte. Grund war ein Software-Fehler. Die betreffenden Wahlscheine seien für ungültig erklärt und neue Wahlscheine seien verschickt worden.

Für den Wahlkreis Neukölln 2 wurden bei den Erststimmen für die FDP ein Kandidat angegeben, der aus Berlin weggezogen ist. Die für ihn bei der Briefwahl abgegebenen Stimmen sind ungültig, die bisherigen knapp 1700 Briefwähler des Wahlkreises mussten neu angeschrieben werden.

Landeswahlleiter Bröchler hatte bereits gesagt, bei fast 2,5 Millionen Wählern und Unterlagen seien kleinere Fehler nicht vollständig zu vermeiden. Entscheidend sei, dass man sie schnell korrigiere. Man darf also gespannt sein, welche Fehler noch auftauchen werden.