Gerade noch traute man sich ohne Winterjacke gar nicht vor die Tür – und jetzt steht plötzlich die erste richtige Hitzephase des Jahres vor der Tür. Es nervt einfach gewaltig, doch es gibt kein Entrinnen: Rund um Pfingsten sollen die Temperaturen laut Meteorologe Dominik Jung auf bis zu 35 Grad klettern. Die Wetterkarte zeigt Rot, Sonne und ein Hochdruckgebiet bringen uns den Hochsommer jetzt schon Ende Mai. Wir verraten, welche Regionen besonders stark ins Schwitzen kommen.
Temperaturen wie im August jetzt schon im Mai!
Aktuell werden die richtig krassen Werte für die kommende Woche am Donnerstag berechnet – die Rede ist von Prognosen über 30 Grad. „Am Rhein bis 34 Grad, das können auch mal 35 Grad werden“, sagt Dominik Jung. „Zur Erinnerung: Das sind Wetterkarten für Ende Mai! Es wird wohl richtig warm werden in den kommenden Tagen – eine Hitzewelle ist das wirklich, die sich regional einstellt.“ Das seien auf keinen Fall normale Temperaturen für Mitte oder Ende Mai.
Am Mittwoch war von der sommerlichen Hitze nicht viel zu spüren. Temperaturen bis maximal 20 Grad, dazu regional immer wieder Regen: Das sah nach allem aus, nur nicht nach Hochsommer. Doch ein Hochdruckgebiet bringt uns die Wärme. „An Christi Himmelfahrt war es noch deutlich zu kalt für diese Jahreszeit, jetzt deutlich zu warm“, sagt Dominik Jung von wetter.net. Die Werte, die uns aktuell erwarten, seien normalerweise eher im Juli oder August zu finden.

Schon ab Donnerstag kommt der sommerliche Wetterumschwung näher. „Da wird es schon relativ sommerlich im gesamten Süden und Südwesten“, sagt Dominik Jung. Dort stehen bereits bis zu 25 Grad vor der Tür, während es im Norden noch Regen gibt. Am Freitag dann sommerliche Werte in weiten Teilen Deutschlands: Laut Dominik Jung gibt es viel Sonnenschein und Temperaturen zwischen 21 Grad im Norden und bis zu 28 Grad im Süden Deutschlands.
Bis zu 30 Grad in weiten Teilen Deutschlands
Das lange Pfingstwochenende werde dann zum „totalen Sommerwochenende“, sagt Jung. „Schon am Samstag kratzen wir an der 30-Grad-Marke.“ Im ganzen Land soll es freundlich werden. Der Sonntag könnte dann die 30-Grad-Marke reißen – mit bis zu 31 Grad im Südwesten Deutschlands.
Weite Teile Deutschlands werden da bereits Werte zwischen 25 und 30 Grad bekommen. Aber: Es kann sich auch schon wieder entladen, warnt Jung. „Vielleicht gibt es zum Abend in den höheren Lagen der Mittelgebirge das eine oder andere kurze Hitzegewitter.“

Der Montag wird dann ebenfalls zum Hitzetag mit Freibad-Wetter, sagt Jung. Bis zu 31 Grad im Süden Deutschlands, ansonsten meistens zwischen 25 und 30 Grad. Am Dienstag dann bis zu 33 Grad im Südwesten.
„Dort gibt es ein paar Tage am Stück mit über 30 Grad – ab drei Hitzetagen in Folge spricht man von einer Hitzewelle“, erklärt Jung. Und auch der Mittwoch bleibt mit bis zu 33 Grad heiß. Berlin kommt über die gesamte Dauer mit zwischen 25 und 30 Grad recht glimpflich davon. Erst am kommenden Donnerstag könnte auch hier die 30-Grad-Marke erreicht werden.
Hitzewelle! Warme Luft hat Europa im Griff
Das Besondere: Die Hitzewelle hat bisher scheinbar ein offenes Ende. Denn die Vorhersagen der Höchsttemperaturen über die kommende Woche zeigt nicht, dass die Kurve irgendwann wieder abflacht. Auch am Freitag und Samstag dürfen sich weite Teile Deutschlands über sommerliche Hitze freuen, besonders heftig bleibt die Lage dabei stets im Südwesten von Deutschland. „Etwas kühler wird es nur im Norden.“
Die warmen Luftmassen hätten weite Teile Süd- und Mitteleuropas im Griff. „Mal sehen, wie lange die uns erhalten bleiben“, sagt Dominik Jung. Es sieht zumindest danach aus, als könnte die Winterjacke nun doch im Schrank bleiben. Vielleicht sogar für eine ganze Weile.


