Auf der Bahnstrecke Berlin–Dresden droht Fahrgästen ein dicker Zeit-Schock: Mehrere Abschnitte werden erst vier Jahre später fertig als geplant. Die DB InfraGO verschiebt Teile der zweiten Baustufe auf Ende 2033. Eigentlich sollten sie schon 2029 in Betrieb gehen, wie aus einer Pressemitteilung der DB hervorgeht.
Pläne für Streckenabschnitt müssen überarbeitet werden
Besonders hart trifft es den Abschnitt zwischen Blankenfelde und Wünsdorf-Waldstadt. Die Planungsunterlagen dafür und für zwei weitere Teilbereiche im nördlichen Streckenabschnitt müssen erst überarbeitet werden, bevor das Eisenbahn-Bundesamt sie überhaupt prüfen kann.
Als Grund nennt die DB InfraGO gestiegene Anforderungen im Planfeststellungsverfahren – darunter Umweltauflagen wegen Eingriffen in ein Moorgebiet bei Zossen.
Damit Reisende nicht immer wieder vor neuen Sperrungen stehen, sollen alle Bauarbeiten in den betroffenen Abschnitten später während einer einzigen gemeinsamen Streckensperrung erledigt werden. Das Unternehmen will so verhindern, dass Fahrgäste mehrfach mit Sperrungen rechnen müssen.
Umbau des Bahnhofs Zossen bleibt im Zeitplan
Immerhin: Nicht alles wackelt. Der Umbau des Bahnhofs Zossen bleibt im Zeitplan und soll Ende 2027 abgeschlossen sein. Parallel dazu wird der Bahnübergang Thomas-Müntzer-Straße noch bis ins kommende Jahr auf eine neue Schrankenanlage umgerüstet, die dann an das künftige Stellwerk in Zossen angeschlossen werden soll.
Und es gibt noch einen Hoffnungsschimmer: Die DB InfraGO prüft nach eigenen Angaben, einzelne Maßnahmen entlang der Strecke vorzuziehen – darunter den Umbau des Bahnhofs Elsterwerda, den Rückbau von Bahnübergängen und den Neubau mehrerer Brücken. Ob und wann diese Vorhaben konkret umgesetzt werden, ließ das Unternehmen allerdings offen.


