Dieser Test geriet schnell zur Nebensache. Beim 1:1 des 1. FC Union Berlin im Vorbereitungsspiel bei Regionalligist Chemnitzer FC sorgte vor allem eine Szene für große Sorgen: Linksverteidiger Andrik Markgraf verletzte sich nach gut einer Stunde bei einem Zweikampf am Knie und musste den Platz mit schmerzverzerrtem Gesicht verlassen. Jetzt zittern die Köpenicker um ihren Youngster!
Markgraf bleibt bei Union der Pechvogel
Lange wurde der 20-Jährige auf dem Rasen behandelt, das Signal zur Bank kam dagegen schnell: Markgraf musste raus. Ausgerechnet der Linksverteidiger: Bereits in der vergangenen Saison hatte er wegen eines Ermüdungsbruchs über weite Strecken gefehlt. Wie schwer die neue Verletzung ist, war unmittelbar nach dem Spiel noch offen.
Sportlich rückte das Ergebnis dadurch in den Hintergrund. Union war zwar durch Marin Ljubicic nach starker Vorarbeit von Andrej Ilic in Führung gegangen (24.), ließ gegen den engagierten Regionalligisten aber weitere Chancen liegen. Chemnitz-Keeper David Richter hielt stark. Der Viertligist präsentierte sich zwei Wochen vor dem Pflichtspielstart in der Regionalliga Nordost bei Hertha BSC griffig in den Zweikämpfen und machte Union trotz Rückstand das Leben schwer.

Nach der Pause wechselte Trainer Mauro Lustrinelli – wie schon in den ersten beiden Testspielen – seine komplette Mannschaft durch.
Zamora trifft für Chemnitz nur den Pfosten
Kurz nach Markgrafs Verletzung verloren die Berliner den Faden. In der 78. Minute nutzte Jonas Marx einen Abwehrfehler zum 1:1-Ausgleich für die Hausherren. Neuzugang Zeno Van Den Bosch ließ sich in der Entstehung des Tores viel zu leicht düpieren. Beinahe hätte der Underdog noch zum Sieg getroffen, Amadeus Zamora traf in der Schlussphase aber nur den Pfosten. Torhüter Matheo Raab wäre ein zweites Mal chancenlos gewesen.

