Unions Marvin Friedrich und Noa Lang schenken sich nichts in Amsterdam. Foto: Imago Images

Der 1. FC Union hat am Montag und Dienstag trainingsfrei. Offensichtlich war Trainer Urs Fischer mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Amsterdam zufrieden. Bei Rekordmeister Ajax (34 Titel) erspielten und erkämpften sich die Unioner ein 2:2-Unentschieden. Nur die Oberschenkelverletzung von Flügelstürmer Keita Endo trübte das Bild. Der Japaner musste früh raus.

Insgesamt zeigte Union einen starken Auftritt. „Es hat mir gut gefallen. Wir haben gegen eine technisch starke Mannschaft ein gutes Spiel gemacht. Wir waren sehr schnell im Spiel. Wir kamen in die Duelle und konnten Ajax auch unter Druck setzen. In der ersten Hälfte hatten wir genügend Möglichkeiten. Mit dem ersten und einzigen Schuss von Ajax in der ersten Halbzeit liegen wir mit 0:1 zurück“, ärgerte sich Fischer.

Das passte nicht ins Bild in der leeren Johan-Cruyff-Arena, in der im Gegensatz zu den Ajax-Testspielen in dieser Woche gegen Hertha BSC (1:0) und Eintracht Frankfurt (2:1) keine Zuschauer dabei sein durften.

Union hatte Ajax eigentlich im Griff. Doch Grischa Prömel (14./Pfosten), Sebastian Andersson (25.), Marius Bülter (29.) und Knoche (30.) scheiterten an sich selbst oder Torwartkrake Maarten Stekelenburg. Der 37 Jahre alte Keeper sorgte dafür, dass Ajax durch den fein herausgespielten Führungstreffer von Carel Eiting (27.) mit einem Vorsprung in die Pause ging.

Der für den verletzten Endo eingewechselte Marcus Ingvartsen belebte nicht nur mit seinem 1:1-Ausgleichstreffer (48.) die Partie. Bülter schoss Union sogar mit 2:1 (57.) in Front. Doch für Ajax schlug Jurgen Ekkelenkamp (70.) noch mal zurück, weil Joshua Mees (64.) und Prömel (66.) ihre Riesen ausließen. „Wir müssen uns auch in der zweiten Hälfte ein bisschen unsere Chancenauswertung vorwerfen lassen. Das war nicht optimal. Aber wir kommen zu Möglichkeiten. Das ist das Positive. Von daher war es ein gelungener Test“, erklärte Fischer.

Unions Pflichtspiel-Generalprobe steigt am kommenden Sonnabend (17.30 Uhr, Alte Försterei) gegen Zweitligist Nürnberg.

Union spielte so: Luthe – Friedrich, Knoche, Schlotterbeck (66. Hübner) – Trimmel (66. Ryerson), Prömel, Gentner (66. Griesbeck), Gießelmann (66. Lenz) – Bülter (60. Mees), Endo (41. Ingvartsen) – Andersson (66. Teuchert)