WM 2026

Fifa-Beschluss: WM-Spieler sollen bei Nationalhymne im Kreis singen

Statt in der Reihe sollen die Spieler bei der WM jetzt im Kreis stehen und singen. Dazu gibt es noch weitere Änderungen..

Author - Wolfgang Heise
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Beim letzten Testspiel gegen die USA stand die deutsche  Nationalelf noch in einer Reihe. Bei der WM 2026 gibt es das nicht mehr. Dort stehen 52 Spieler im Kreis.
Beim letzten Testspiel gegen die USA stand die deutsche Nationalelf noch in einer Reihe. Bei der WM 2026 gibt es das nicht mehr. Dort stehen 52 Spieler im Kreis.IMAGO/Markus Ulmer

Wundern Sie sich nicht, was Sie am Donnerstag (20.30 Uhr, ZDF) vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiel der WM 2026 zwischen Gastgeber Mexiko und Südafrika sehen werden. Die Fifa hat eine jahrzehntelange Tradition abgeschafft. Die elf Spieler beider Mannschaften und das Schiedsrichtergespann stehen bei den Nationalhymnen nicht mehr in einer Reihe. Jetzt sollen alle im Kreis singen.

Nationalhymne mit 52 Spielern im Kreis

Diese Regeländerung wird schon mal für Irritation sorgen. Die TV-Zuschauer waren gewohnt, dass sie 22 Nationalspielern, die in den beiden Startelfen stehen, der Reihe nach ins Gesicht schauen können. Das gibt es so nicht mehr. Der Fifa-Beschluss verlangt jetzt, dass alle 26 Spieler eines WM-Kaders auf den Platz kommen und 52 Mann einen Kreis bilden.

Jeder soll den anderen anschauen können. Das Schiedsrichtergespann soll in der Mitte des Mittelkreises stehen, dazu gibt es eine bunte Show. Das klingt nach buntem Kita-Gesangsunterricht. Mal sehen, wie die Reaktion der Fußballfans ausfällt.

Nationaltorwart Manuel Neuer darf den Ball bei der WM 2026 nur noch acht Sekunden in den Händen haben. Die letzten fünf Sekunden zählt der Schiri per Countdown ab.
Nationaltorwart Manuel Neuer darf den Ball bei der WM 2026 nur noch acht Sekunden in den Händen haben. Die letzten fünf Sekunden zählt der Schiri per Countdown ab.IMAGO/Action Pictures

Eckball, wenn Torwart den Ball zu lange in der Hand hat

Das ist nur eine von den wichtigen Regeländerungen. Es werden viele Fans überrascht sein, was bei dieser Weltmeisterschaft so eingeführt wird. Das Zeitspiel der Torhüter soll verhindert werden. Bei mehr als acht Sekunden Ballhalten (in den letzten fünf Sekunden gibt es einen Countdown des Schiedsrichters) gibt es keinen indirekten Freistoß, sondern ab sofort einen Eckball. Das Spiel soll noch schneller werden. Die Konsequenz aus der Regeländerung. Die Nationaltrainer werden wohl vermehrt Eckbälle üben…

Zeitspiel bei Einwürfen wird auch sofort bestraft, der Gegner bekommt den Einwurf zugesprochen. Auch die Einwechslungen sollen schneller werden. Kein Zeitschinden mehr, der ausgewechselte Spieler hat nur noch zehn Sekunden Zeit, um den Platz zu verlassen. Macht er es nicht, spielt sein Team mindestens eine Minute in Unterzahl, bevor die Einwechslung bei der nächsten Spielunterbrechung erfolgt.

Rote Karte für Reden mit verdecktem Mund

Bei Verletzungen gilt bei der Fußball-WM 2026: Wer auf dem Feld behandelt wurde, muss danach für eine Minute draußen bleiben und sein Team spielt diese Zeit in Unterzahl.

Noch eine kuriose Regel: Wer mit seinem Gegenspieler redet und dabei den Mund mit der Hand oder Trikot verdeckt, sieht die Rote Karte.

Bei der WM 2026 darf der VAR jetzt noch häufiger einschreiten. Die Schiedsrichter müssen noch mehr Szenen überprüfen.
Bei der WM 2026 darf der VAR jetzt noch häufiger einschreiten. Die Schiedsrichter müssen noch mehr Szenen überprüfen.Imago/Matthias Koch

VAR bekommt mehr Rechte

Was vielen Fans nicht schmecken wird: Der umstrittene VAR bekommt noch mehr Rechte. Bei einer nach Gelb-Roten Karte darf er die Korrektheit der zweiten Gelben Karte überprüft werden. Auch bei falsch gegeben Eckbällen darf er einschreiten, genau wie auch bei der Vergabe einer Gelben oder Rote Karte, wenn der Schiedsrichter den Sünder falsch erkannt hat (Spieler vertauscht).

Die Kommunikation zwischen Schiri und VAR soll vom TV übertragen werden, sodass jeder sofort nachvollziehen kann, um welche strittige Szene es sich handelt. Es wird noch mehr Technik im Einsatz sein und eben viele neue Regeln und da wird es ganz sicher ein paar Überraschungen bei der Auslegung geben.