Sport und Politik sollten nicht vermischt werden. Besonders nicht, wenn sich zwei Länder im Krieg befinden - die USA mit ihrem wirren Präsidenten Donald Trump und der Iran mit seinem menschenverachtenden Mullah-Regime. Mein naiver Glaube war, dass bei der WM diese Thematik nicht den Fußball berührt. Ein Irrtum!
Iran-Team wurde von US-Behörden schikaniert
Nach sportlichen Maßstäben wurde die iranische Nationalmannschaft von den US-Behörden schikaniert und es war kein fairer Wettbewerb mehr möglich. Das Team musste im Vorfeld aus den USA ausreisen und fand ein Trainingscamp-Exil in Mexiko. Nur zu den Spielen durften die Fußballer in die USA. Erhöhter Reisestress. Die Fifa hat an dieser Stelle komplett versagt.
Kommen wir zum Drama auf dem Rasen: Kein anderes Team der WM-Geschichte wurde jemals so brutal aus den WM-Träumen gerissen und das gleich doppelt in letzter Sekunde. Irans Kicker jubelten in der 93. Minute nach dem vermeintlichen 2:1-Siegtreffer gegen Ägypten.

VAR-Entscheidung und Platz 2 war für Iran futsch
Es wäre die sichere Fahrkarte als Tabellenzweiter für das Sechzehntelfinale gewesen. Der VAR stellte aber fest, dass die Fußspitze des Torschützen vorher im Abseits war. Tor annulliert, nur 1:1, nur Platz 3, nur drei Punkte und ein Zittern ums Weiterkommen.
Die Kicker vom Euphrat und Tigris schauten also dann einen Tag später gespannt auf das letzte Gruppenspiel dieser WM. Konnte Iran auf den letzten der acht Plätze der Gruppendritten bleiben? Algerien gegen Österreich, hätte eines des Teams verloren, wäre es mit drei Punkten rausgeflogen, weil Algerien und Österreich ein schlechteres Verhältnis als Iran hatten. Bei einem Unentschieden wären beide Teams weiter und Iran raus.


