So sehen die E-SUVs aus dem neuen Team von Lewis Hamilton aus. Foto: obs/Continental Reifen GmbH

In der Formel 1 gibt Lewis Hamilton (35) mit größter Hingabe Vollgas, kann sich auf dem Weg zum siebten WM-Titel eigentlich nur selbst stoppen. Doch der PS-Junkie betont auch stets, wie sehr ihm Umweltschutz am Herzen liegt. Jetzt befeuert er diesen Zwiespalt neu.

Einerseits verkündete Hamilton: „Ich habe meinen Privatjet verkauft, fliege viel weniger, und wenn, dann Linie. Ich versuche alle unnötigen Reisen zu vermeiden, ernähre mich vegetarisch und habe einen neuen Elektro-Smart.“

Nur mit der Formel E tut sich der Engländer, der im Hauptjob von Rennpiste zu Rennpiste jettet und da dann Unmengen von Treibstoff in die Luft ballert, schwer: „Der einzige Grund, den es für einen Wechsel in die Serie geben könnte, wären ethische Gründe. In Sachen Racing fahre ich in der Königsklasse, und das wird die Formel E auf absehbare Zeit nicht sein.“

Eine Rolle im Hintergrund könne er sich aber vorstellen. Und die spielt er jetzt auch. Hamilton gründete sein eigenes Rennteam X44, geht damit ab Januar in der neuen elektronischen Offroadserie Extreme E an den Start. Gefahren wird mit Elektro-SUVs. Und zwar an Orten, an denen bereits die Folgen des Klimawandels sichtbar sind. Aha, aber da muss man ja auch erst einmal irgendwie hinkommen ...

Aber ein Gewissensberuhiger ist auch dabei: „Um die Umweltbelastung so gering wie zu halten“, dürfen Fans nicht hin. Es gibt Livestreams. Vielleicht wäre es besser für die Umwelt, die neue Serie nicht erst zu starten ...