Ex-Bundesligastar

Alexander Manninger: Ex-Fußball-Nationaltorwart stirbt bei tragischem Zugunglück

Im Alter von 48 Jahren starb er bei einem Zugunglück in der Nähe Salzburgs, als sein Fahrzeug an einem unbeschrankten Bahnübergang erfasst wurde.

Author - Sebastian Krause
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Der ehemalige Augsburg-Torwart Alexander Manninger ist im Alter von 48 Jahren bei einem Zugunfall gestorben.
Der ehemalige Augsburg-Torwart Alexander Manninger ist im Alter von 48 Jahren bei einem Zugunfall gestorben.Stefan Puchner/dpa

Schock in Österreich, Trauer in der Fußball-Welt: Alexander Manninger ist tot. Der frühere österreichische Nationaltorwart, der unter anderem für Arsenal, Juventus, Augsburg und Liverpool zwischen den Pfosten stand, starb am Donnerstagmorgen im Alter von 48 Jahren bei einem Zugunglück nahe Salzburg.

Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang

Das Unglück geschah gegen 8.20 Uhr an einem unbeschrankten Bahnübergang, kurz nach der Haltestelle Pabing in der Gemeinde Nußdorf am Haunsberg. Manninger war nach ersten Angaben mit einem VW‑Minivan unterwegs, als die Salzburger Lokalbahn das Auto erfasste und schwer beschädigte. Die rund 25 Fahrgäste im Zug sowie der Triebwagenführer blieben unverletzt.

Einsatz der Helfer ist vergeblich

Helfer waren schnell am Ort, doch für Manninger kam jede Unterstützung zu spät. Ersthelfer sollen ihn aus dem Fahrzeug befreit und sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen haben. Auch Rettungskräfte setzten die Reanimation fort. Dabei kam laut Polizei sogar ein Defibrillator zum Einsatz – vergeblich!

Warum es zu dem Crash kam, ist noch offen. Die Staatsanwaltschaft lässt den Unfall rekonstruieren und setzt dabei auch auf technische Spuren. Gutachter Gerhard Kronreif untersucht den Fall im Auftrag der Staatsanwaltschaft.

Torwart Alexander Manninger (l.) 2016 im Spiel gegen den Hamburger SV.
Torwart Alexander Manninger (l.) 2016 im Spiel gegen den Hamburger SV.Krieger/imago

Daten zum Unfallhergang sollen ausgewertet werden

„Durch die Art des Fahrzeugs ist es möglich, die elektronischen Daten genau auszuwerten – und damit das Fahrverhalten des Lenkers“, sagte Kronreif. Zusätzlich werden auch die Fahrdaten der Zuggarnitur ausgewertet. Geprüft wird zudem, ob das Rotsignal am Bahnübergang ausgelöst hat.

Manningers Tod trifft viele Fans ins Mark. Der Salzburger war über Jahre eine feste Größe im österreichischen Fußball und machte früh international Schlagzeilen. Über Vorwärts Steyr und den Grazer AK ging es 1997 zum FC Arsenal. Mit den „Gunners“ war er Teil der Double‑Saison 1997/98, als Arsenal die Meisterschaft und den FA-Cup gewann.

In der Bundesliga spielte Manninger beim FC Augsburg

Danach führte ihn seine Karriere quer durch Europas Top‑Ligen: Stationen bei AC Florenz, Espanyol Barcelona, Bologna, später auch Udinese und vor allem Juventus Turin prägten seinen Weg. Mit Juventus wurde er in der Saison 2011/12 italienischer Meister.

In Deutschland hütete er das Tor des FC Augsburg, ehe er noch einen Vertrag beim FC Liverpool erhielt. 2017 beendete er seine Karriere. Für Österreich absolvierte Manninger nach übereinstimmenden Angaben 33 Länderspiele.

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