Schock in Österreich, Trauer in der Fußball-Welt: Alexander Manninger ist tot. Der frühere österreichische Nationaltorwart, der unter anderem für Arsenal, Juventus, Augsburg und Liverpool zwischen den Pfosten stand, starb am Donnerstagmorgen im Alter von 48 Jahren bei einem Zugunglück nahe Salzburg.
Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang
Das Unglück geschah gegen 8.20 Uhr an einem unbeschrankten Bahnübergang, kurz nach der Haltestelle Pabing in der Gemeinde Nußdorf am Haunsberg. Manninger war nach ersten Angaben mit einem VW‑Minivan unterwegs, als die Salzburger Lokalbahn das Auto erfasste und schwer beschädigte. Die rund 25 Fahrgäste im Zug sowie der Triebwagenführer blieben unverletzt.
Einsatz der Helfer ist vergeblich
Helfer waren schnell am Ort, doch für Manninger kam jede Unterstützung zu spät. Ersthelfer sollen ihn aus dem Fahrzeug befreit und sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen haben. Auch Rettungskräfte setzten die Reanimation fort. Dabei kam laut Polizei sogar ein Defibrillator zum Einsatz – vergeblich!
Warum es zu dem Crash kam, ist noch offen. Die Staatsanwaltschaft lässt den Unfall rekonstruieren und setzt dabei auch auf technische Spuren. Gutachter Gerhard Kronreif untersucht den Fall im Auftrag der Staatsanwaltschaft.

Daten zum Unfallhergang sollen ausgewertet werden
„Durch die Art des Fahrzeugs ist es möglich, die elektronischen Daten genau auszuwerten – und damit das Fahrverhalten des Lenkers“, sagte Kronreif. Zusätzlich werden auch die Fahrdaten der Zuggarnitur ausgewertet. Geprüft wird zudem, ob das Rotsignal am Bahnübergang ausgelöst hat.
Manningers Tod trifft viele Fans ins Mark. Der Salzburger war über Jahre eine feste Größe im österreichischen Fußball und machte früh international Schlagzeilen. Über Vorwärts Steyr und den Grazer AK ging es 1997 zum FC Arsenal. Mit den „Gunners“ war er Teil der Double‑Saison 1997/98, als Arsenal die Meisterschaft und den FA-Cup gewann.




