Deutschland blamiert sich zum dritten Mal in Folge bei einer WM, Bundestrainer Julian Nagelsmann ist zurückgetreten. Der DFB führt Gespräche mit Jürgen Klopp als Nachfolger. Und der nahm jetzt bei Moderator Johannes B. Kerner im MagentaTV-Interview Stellung zum Poker. Die beste Nachricht: Es sieht gut aus, dass Kloppo den deutschen Fußball retten will. Hier die O-Töne von Klopp über ...
... die Gespräche mit dem DFB
„Ja, die kann ich bestätigen. Wenn wir den Elfmeter verwandelt hätten und Paraguay nicht, dann würden wir hier heute nicht stehen. Aber jetzt sind die Dinge, wie sie sind. Julian ist zurückgetreten und der DFB kümmert sich um eine Nachfolgeregelung und ist in dem Zuge dieser Gedanken, die sie sich gemacht haben, auf mich zugekommen.“
... die Hürden beim Poker
„Na, Zeit. Also es ist ja so, dass ich einen bestehenden Vertrag mit Red Bull habe. Ich habe mehrfach gesagt, wie gern ich diesen Job mache. Ich bin als Mensch so, dass ich normalerweise Verträge super gerne einhalte. Aber ich habe durchaus auch gesagt, dass ich Interesse daran habe, an den Gesprächen habe, weil die müssen natürlich erst geführt werden. Es werden intensive Gespräche sein müssen, weil es natürlich die Probleme, die wir aktuell haben, nicht an der Personal Julian Nagelsmann hängen. Deshalb muss man einfach mal die Gespräche auch in gewisser Weise abwarten.“

... seinen Vertrag bei Red Bull
„Die anderen Gespräche sind mit meinem Arbeitgeber, mit Oliver Mintzlaff (Red-Bull-Chef, die Red.) muss ich natürlich auch reden. Also ich weiß, dass ihm der deutsche Fußball auch am Herzen liegt und er dementsprechend sehr offen ist für diese Gespräche, aber geführt werden müssen sie ja trotzdem. Okay, aber es ist, würde ich sagen, davon auszugehen, aber gut möglich, dass er dem nicht im Wege steht, sondern diese Personalie, die der DFB ja offensichtlich wünscht, nicht verhindert, sondern möglich macht. Im Idealfall gibt es am Ende nur Gewinner nach so einer Geschichte, dass man einfach sagt, okay, Red Bull muss sauber aus der Nummer rauskommen können.“
... frühere Anfragen des DFB
Auch aus Deutschland gab es welche. Aber das Timing stimmte nicht. Also auch jetzt ist es nicht perfekt, weil ich nun mal bei Red Bull unter Vertrag stehe, aber es ist trotzdem besser, als es jemals war.“
... über seine Energie für Bundestrainer-Job
„Ich habe vor zwei Jahren ungefähr in Liverpool aufgehört und habe gesagt, dass mir die Energie fehlt für eine weitere Aufgabe oder für ein weiteres Jahr mit Liverpool. Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt. Also ich bin bereit.“


