Es sollte nicht sein! Die deutschen Handballer haben das EM-Finale gegen Gastgeber Dänemark mit 27:34 verloren.
Im Hexenkessel von Herning überragt Torwart Wolff
Im Hexenkessel von Herning hielt das DHB-Team lange gut mit, doch nach der Pause zog der Favorit davon, auch wenn Torwart Andreas Wolff einige spektakuläre Paraden zeigte. Immerhin: Mit dem Gewinn der Silbermedaille feierte das deutsche Team den größten Erfolg bei einer EM seit dem Titelgewinn vor zehn Jahren.
Kapitän Johannes Golla im ZDF: „Ich bin stolz auf das ganze Turnier. Wir haben uns nicht aufgegeben, das Ergebnis ist deutlicher ausgegangen, als es wirklich war. Wir können uns erhobenen Hauptes verabschieden.“
Unter den Augen von Bundeskanzler Friedrich Merz bot Deutschland einen starken Kampf, musste sich dem Highspeed-Handball der weltbesten Mannschaft am Ende aber verdient geschlagen geben.

Bis zum 27:29 (55.) gestalteten Wolff und seine Mitspieler die Partie ausgeglichen, zum Ende drehte Dänemark mit seinen herausragenden Einzelkönnern aber auf. Bitter: Abwehrspezialist Tom Kiesler sah nach einem groben Foulspiel an Mathias Gidsel von den Füchsen Berlin früh die Rote Karte (14.). Genauso wie Jannik Kohlbacher (57.). Da war das Duell allerdings längst gelaufen.
Beste deutsche Torschützen: Spielmacher Juri Knorr, Kapitän Johannes Golla und Marko Grgic mit je fünf Treffern.

Immerhin: Bereits vor dem EM-Finale wurden zwei deutsche Handballer geehrt. Mit Andreas Wolff und Johannes Golla stehen gleich zwei Spieler im EM-All-Star-Team. Für Wolff war es bereits die dritte EM-Auszeichnung dieser Art nach 2016 und 2024. Das Finale war seine 42. Partie bei einer Europameisterschaft. Damit ist Wolff nun alleiniger DHB-Rekordspieler.


