Für Millionen Fans war es der erste große Schock der Popstars‑Ära. 2002 verließ Jessica Wahls die No Angels, mitten im Mega‑Erfolg. Damals hieß es offiziell, sie ziehe sich freiwillig wegen ihrer Schwangerschaft zurück. Doch fast zwei Jahrzehnte später kam heraus: Die Wahrheit sah ganz anders aus.
Darum musste Jessica Wahls die No Angels verlassen
Als Jessica Wahls im Sommer 2002 ihre Schwangerschaft öffentlich machte, präsentierten Management und Plattenfirma schnell eine saubere Erklärung: Die Sängerin wolle sich ganz auf ihr Kind konzentrieren und nehme deshalb eine Babypause. Die Begründung klang nachvollziehbar.
Erst 2021 sprach Jessica Wahls offen aus, was damals wirklich passierte: Ihr Ausstieg war nicht freiwillig, sondern ein klarer Wunsch der Plattenfirma. Im RTL-Interview erklärte sie, es sei „gern so dargestellt worden“, als habe sie selbst aufgehört – doch das stimme nicht.
Die Plattenbosse wollten neben Nadja Benaissa nicht noch eine zweite junge Mutter in der Band. Die Sorge war rein wirtschaftlich – man fürchtete Ausfälle, Planungsprobleme und ein erhöhtes Risiko für Touren, Promotion und TV‑Auftritte. „Die Angst war groß, dass dann eventuell zwei Mamis ausfallen“, erklärte Wahls rückblickend.
Sandy Mölling bestätigt, dass Jessica Wahls aus den No Angels gedrängt wurde
Auch Jessicas Band-Kollegin Sandy Mölling packt nun im Podcast „Dreißig“ darüber aus, was damals wirklich geschah: „Mich hatte das bei Jess damals total geschockt. Ich weiß noch, wie wir zum Meeting gegangen sind, und sie meinte: ‚Ich habe das Gefühl, die wollen mich rausschmeißen.‘ Ich so: ‚Was redest du denn da? Was für ein Blödsinn.‘ Und sie hatte so recht. Ich habe das überhaupt nicht kommen sehen. Ich war so naiv. Das hätte ich nie gedacht.“
Nicht nur, dass Jessica aus der Band geworfen wurde, auch das Wie ging nach Meinung von Sandy eindeutig zu weit: „Ich war ganz eng mit Jess. Wir haben uns damals auch ein Zimmer geteilt. Für mich war das totaler Irrsinn, überhaupt darüber nachzudenken, dass sie aus der Band geschmissen werden könnte. Ich war stinksauer. Ich war so enttäuscht“, erzählt sie.

„Natürlich hat das Management die anderen Mädels zum Teil beschwätzt. Ich war die einzige, die nie davon gehört hatte. Weil wir so eng waren, da bin ich mir ziemlich sicher. Und dann die Frechheit, ihr zu sagen: ‚Vier passen besser ins Taxi.‘ Das haben sie wirklich gesagt. Ich fand, das war eine Unverschämtheit, wie man ihr die Entscheidung abnimmt. Dass sie das nicht schafft mit Kind. Ich fand das unverschämt.“


