Schauspieler Sacha Baron Cohen in seiner Rolle als „Borat“ Foto: Picture Alliance/Jennifer Bloc

Sacha Baron Cohen hat mal wieder zugeschlagen – und stellt so die menschenverachtenden und rassistischen Ansichten amerikanischer Trump-Fans bloß. Der Comedian hatte sich als Country-Sänger verkleidet auf ein von Rechtskonservativen besuchtes Festival in Olympia (Bundesstaat Washington) geschlichen. Der unter anderem als „Borat“ und „Ali G“ bekanntgewordene Schauspieler schaffte es sogar bis auf die Bühne und brachte die Zuschauer dazu, in Schmähgesänge gegen liberale Gegner, Wissenschaftler und Journalisten - aber auch rassistische Beleidigungen gegen Menschen vom asiatischen Kontinent - einzustimmen.

Der Mankini machte Borat zu einer Kultfigur. Foto: Imago stock&people/Zuma Press

Mit einem ordentlich ausgepolsterten blauen Overall, einem zotteligen Vollbart und Cowboyhut verkleidet sang er davon, Barack Obama, den US Ober-Virologen Dr. Anthony Fauci, den Milliardär Bill Gates, die Weltgesundheitsorganisation WHO, Menschen die Gesichtsmasken tragen und „liberale Linke“ mit dem „Wuhan Virus“ (Donald Trumps Wortwahl in Bezug auf das Coronavirus) zu infizieren. Die rechte Menge stimmte begeistert ein.

Sacha Baron Cohen bei seinem Auftritt auf dem Trump-Fan-Festival. Die Reaktionen der Zuschauer sind eindeutig.

Youtube/Nathan Goldschmidt

Ebenso in den Refrain über CNN Journalisten, die „zerhackt werden sollten, so wie es die Saudis tun“ (eine Anspielung auf die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi). An dieser Stelle war der Jubel und das Gejohle der Festivalbesucher am lautesten. Cohen beendete seinen musikalischen Vortrag mit rassistischen Anspielungen gegen Chinesen, die er als „Sushi-Fresser“ titulierte und sang: „Chinese Leute, was werden wir mit ihnen tun? Sie atomar vernichten wie im 2. Weltkrieg.“ Die Menge, die in ihrem rassistischen Wahn offenbar wirklich nicht in der Lage war, Japan von China zu unterscheiden, sang es jubelnd nach.