Die Kategorie „Red Flag des Jahres“ (toxisches Verhalten beim Daten) sorgte bei den diesjährigen Reality Awards für Entrüstung. „Wie kann es sein, dass Reality Stars für ihr Fehlverhalten mit einem Preis nominiert werden?“, fragten sich viele Zuschauer. Leider scheint es so, als hätten die Nominierten nach wie vor nicht verstanden, dass nicht die Nominierung das Problem ist, sondern ihr Verhalten.
Marc-Robin Wenz nominiert als „Red Flag des Jahres“
Erhalten hat den Preis am Ende Aleks Petrovic, auch wenn der ihn nicht angenommen hat. Doch auch Marc-Robin Wenz war für sein ziemlich fragwürdiges Verhalten im TV nominiert. „Dieses Jahr könnte ich auf die Nominierung verzichten. Es ist ja ein Preis fürs Scheiße bauen.“, sagt Marc-Robin dem Berliner KURIER.
Nicht nur, dass der Reality-Star bei „Ex on the Beach“ zugab, Ex-Flamme Marlisa Rudzio mit ihrer Schwester betrogen zu haben, auch bei „Forsthaus Rampensau“ sorgte er mit seinen frauenverachtenden Aussagen für Empörung. Er nannte Frauen beim Spring Break nicht nur „Schlampen“, sondern erzählte auch noch stolz, dass er auf einige von ihnen mit einer Zigarette geascht und sie mit Eiswürfen beworfen hat– ganz nach dem Motto, als hätten es „diese Art von Frauen“ verdient.

Bei der Wiedersehens-Show zeigte sich Marc-Robin nur wenig einsichtig. Leider versteiften sich sowohl die Moderatorin Amira Aly wie auch die anderen Kandidaten zu sehr auf das Wort „Schlampen“, anstatt den Kern von Marc-Robins problematischem Verhaltens anzugehen.
Frauenverachtende Aussagen bei „Forsthaus Rampensau“
Marc-Robin betont heute, sein Fehlverhalten realisiert zu haben: „Als ich das im TV gesehen habe, habe ich verstanden, dass es nicht cool war. Man macht das nicht. Ich habe eine dumme Ausdrucksweise und habe es auch ein bisschen hart formuliert. Aber ändern kann ich es heute nicht mehr.“
Trotzdem verstrickt er sich in Widersprüche und scheint das Ganze nicht so wild zu finden. „Es war halt Spring Break. Wenn die (Frau) halt zu mir sagt ‚du kannst mich anaschen‘ ... Aber es war nicht so, dass ich vor Ort etwas gemacht habe, womit mein Gegenüber nicht klar war. Ich habe niemandem was Böses getan. Alle haben gelacht und fanden es witzig.“
Es scheint leider so, als hätte Marc-Robin noch immer nicht begriffen, was er falsch gemacht hat. Doch wie sollte er das auch? Wenn sein Verhalten gleichzeitig mit Buchungen für weitere Shows und Preisen gewürdigt wird? Er selbst scheint den Widerspruch auch zu spüren. „Auf so einen Skandal kann ich schon verzichten, aber ja, am Ende wird man wieder gebucht.“





