Henrik und Aurelia reden in der vierten „Love Island“-Staffel über das Kuss-Spiel. Foto: RTL II

Es hinterließ bei Reality-TV-Fans schon eine gewisse Leere, als Ende September die vierte Staffel von „Love Island“ nach vier Wochen endete und Tim Kühnel und Melina Hoch das Preisgeld zusammen mit nach Hause nahmen. Doch offenbar müssen die Fans gar nicht so sehr auf die nächste Ausgabe der beliebten Trash-TV-Show warten, wie gedacht. Denn RTL2 plant, im nächsten Jahr mit zwei Staffeln an den Start zu gehen.

Dem Branchendienst „DWDL“ kündigte Sender-Geschäftsführer Andreas Bartl an, dass es auch im nächsten Jahr „Love Island“ bei RTL2 geben wird – und zwar nicht nur einmal. Sofern es die Corona-Pandemie zulasse, werde es 2021 zwei Staffel des Erfolgsformats geben, sagte er und verwies dabei auf das „Love Island“-Mutterland Großbritannien, in dem es bereits in diesem Jahr zwei Staffeln gegeben habe.

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Der Sender reagiert damit auf die guten Zuschauerzahlen, die laut Mitteilung stark auf „Love Island“ zurückzuführen sind. Im September wurde in der Kernzielgruppe der 14- bis 49-Jährigen ein Marktanteil von 5,4 Prozent erzielt. Die Staffel kam im insgesamt auf einen Quotenschnitt von 19,7 Prozent in der Zielgruppe 14 bis 49 und damit weit mehr als im vergangenen Jahr. Auch die Abrufzahlen beim Streaming-Portal TVNow stiegen um 25 Prozent.

Während die September-Staffel 2021 wohl wieder auf Mallorca stattfindet, ist noch nicht klar, wo die Frühjahrsstaffel gedreht werden soll. Bartl gegenüber „DWDL“: „Wir brauchen eine Location, in der wir im März/April mit angenehmen Temperaturen arbeiten können.“ Dass es auch Mallorca werden könnte, wird aber nicht ausgeschlossen.

Ebenso wichtig wie die Suche nach der richtigen Location dürfte die Suche nach Kandidaten sein. Denn der Erfolg der vierten Staffel „Love Island“ hing eng mit dem starken Cast zusammen. Denn anders als in anderen Formaten gelang es eine für deutsche Reality-Formate bislang ungewöhnliche Mischung aus reflektierten, intelligenten Kandidaten mit Tiefgang zu rekrutieren, die noch nicht durch zahlreiche andere Formate getingelt sind. Gelingt das den Machern der Show auch bei den beiden Staffeln im neuen Jahr, wird man in der Senderzentrale in Grünwald sicherlich die Gläser zu einem kräftigen „Bonschlonzo“ klirren lassen.