Dieser Abschied kommt überraschend – und trifft die ARD ins Herz: Helge Fuhst (41), eines der prägenden Gesichter der „Tagesthemen“, verlässt den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Das bestätigte der NDR jetzt offiziell.
Helge Fuhst verlässt die ARD und die „Tagesthemen“
Helge Fuhst legt seine Aufgaben als Moderator und als Zweiter Chefredakteur von ARD‑aktuell nieder – und wagt den Sprung zu einem privaten Medienunternehmen. Brisant: Sein Vertrag wurde erst vor kurzem verlängert. Umso größer ist das Erstaunen in der Medienbranche.
Seit 2019 gehörte Helge Fuhst zum innersten Zirkel der ARD‑Nachrichten. Er verantwortete nicht nur die „Tagesthemen“, sondern auch die „Tagesschau“ mit – und stand seit 2020 regelmäßig selbst vor der Kamera. Für viele Zuschauer war er eines der Gesichter des Nachrichtenmagazins.
Auf Anfrage von Quotenmeter erklärt der NDR: „Wir können bestätigen, dass Helge Fuhst ARD-aktuell verlässt. Weitere Informationen gibt es zu einem späteren Zeitpunkt.“
Immer mehr ARD-Moderatoren gehen
Nach Informationen der Katholischen Nachrichten-Agentur zieht es Fuhst zu einem privaten Medienunternehmen, dessen Name noch nicht bekannt ist. Enthüllt werden soll sein neuer Job erst im Februar. Sicher ist jedoch: Fuhst soll dort Management‑Verantwortung übernehmen und weiter vor der Kamera stehen – ganz ähnlich zu seiner bisherigen Doppelrolle bei der ARD.

Ob Helge Fuhsts Abschied auch etwas mit der verlorenen Intendanten-Wahl im Jahr 2024 zu tun hat? Damals kandidierte er als WDR‑Intendant und galt zeitweise als ernsthafter Favorit – unterlag am Ende jedoch Katrin Vernau.
In den vergangenen Jahren zog es immer mehr bekannte Gesichter aus dem ARD‑Nachrichtenkosmos zu privaten Medienhäusern: Marc Bator (53) wechselte zu Sat.1, Linda Zervakis (50) heuerte bei ProSieben an, Pinar Atalay (47) fand ihr neues Zuhause bei RTL. Zuletzt verabschiedete sich auch Constantin Schreiber (46) von der „Tagesschau“.
Der Journalist wechselte im Mai zu Axel Springer und kritisierte anschließend, dass seine Rolle bei der „Tagesschau“ stark auf das reine Vorlesen fremder Texte reduziert gewesen sei. Er habe zwar keinen Konflikt mit der ARD gehabt, bemängelte aber, keinerlei Einfluss auf Inhalte oder Formulierungen gehabt und selbst keine Beiträge geschrieben zu haben.



