Er ist eine Legende des deutschen Schlagers: Heino, die blonde Ikone mit der tiefen Stimme und der dunklen Sonnenbrille. Doch hinter der glänzenden Fassade verbirgt sich eines der dramatischsten Familien-Schicksale der deutschen Promiwelt – die Geschichte von Heino und seiner Tochter Petra.
Heinos überraschende Vaterschaft
Die Wahrheit über seine Tochter kam für den Schlagerstar einst völlig unerwartet ans Licht. Nach einem Konzert trat eine Frau mit einem kleinen blonden Mädchen vor Heino – und sagte den Satz, der sein Leben verändern sollte: „Heino, das ist deine Tochter.“ Petra war da bereits sieben Jahre alt und das Gericht bestätigte später die Vaterschaft.
Petra war 1968 während einer kurzen Romanze entstanden – noch bevor Heinos Karriere so richtig begann. Heino selbst wusste lange nichts von ihr und sagte später in einem Interview mit der „Rheinischen Post“: „Ich hätte mich früher gekümmert.“
Das schwierige Verhältnis zu Tochter Petra
Fast 70 Jahre steht Heino heute auf der Bühne. Seine Karriere ist legendär – doch seine größten Wunden liegen nicht im Rampenlicht, sondern in seiner Familie. Die neue Doku „HEINO – Karamba, Karacho, Kult“ (RTL+/VOX) zeigt den Sänger so persönlich und verletzlich wie selten zuvor. Die Doku thematisiert auch Heinos Verhältnis zu Tochter Petra.
Nach dem tragischen Tod von Petras Mutter im Jahr 1988 nahm Heino die damals 17‑jährige Tochter zu sich und Ehefrau Hannelore. Endlich entstand Nähe, endlich entwickelte sich eine Beziehung zwischen Vater und Tochter – ein spätes Familienglück, das aber nicht von Dauer sein sollte.

Doch schon früh litt Petra unter Psychosen, Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Eine unsichtbare Last, die sie zeitweise in andere Welten abdriften ließ.
Der Verlust, der Heinos Leben für immer veränderte
Dann kam das Jahr 2003 – ein Jahr, das Heino für immer prägen sollte:
Petra nahm sich mit nur 35 Jahren das Leben. Heino selbst erfuhr von der Tragödie auf einer Kreuzfahrt: „Als wir ausliefen, bekam ich die Nachricht, dass meine Tochter sich das Leben genommen hat. Sie hatte die gleiche psychische Krankheit wie ihre Mutter. Das war das Schlimmste, was ich bis dato mitgemacht habe.“
Statt abzubrechen, blieb Heino an Bord und stand fünf Tage später wieder auf der Bühne. „Ich habe das durchgezogen, mir blieb ja nichts anderes übrig. Ich konnte ja nicht sagen, jetzt will ich zurück mit dem Hubschrauber. Ich glaube, meine Tochter hätte auch gewollt, dass ich singe.“





