Neue Doku

Heinos Familien-Drama: Die erschütternde Wahrheit über den Tod von Tochter Petra

Heino gewährt in einer neuen Doku intime Einblicke in sein Leben, seine Karriere und die bewegende Geschichte um Tochter Petra.

Author - Julia Nothacker
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Heino spricht in einer Doku über seine Tochter Petra.
Heino spricht in einer Doku über seine Tochter Petra.IMAGO/xcitepress/Benedict Bartsch

Er ist eine Legende des deutschen Schlagers: Heino, die blonde Ikone mit der tiefen Stimme und der dunklen Sonnenbrille. Doch hinter der glänzenden Fassade verbirgt sich eines der dramatischsten Familien-Schicksale der deutschen Promiwelt – die Geschichte von Heino und seiner Tochter Petra.

Heinos überraschende Vaterschaft

Die Wahrheit über seine Tochter kam für den Schlagerstar einst völlig unerwartet ans Licht. Nach einem Konzert trat eine Frau mit einem kleinen blonden Mädchen vor Heino – und sagte den Satz, der sein Leben verändern sollte: „Heino, das ist deine Tochter.“ Petra war da bereits sieben Jahre alt und das Gericht bestätigte später die Vaterschaft.

Petra war 1968 während einer kurzen Romanze entstanden – noch bevor Heinos Karriere so richtig begann. Heino selbst wusste lange nichts von ihr und sagte später in einem Interview mit der „Rheinischen Post“: „Ich hätte mich früher gekümmert.“

Das schwierige Verhältnis zu Tochter Petra

Fast 70 Jahre steht Heino heute auf der Bühne. Seine Karriere ist legendär – doch seine größten Wunden liegen nicht im Rampenlicht, sondern in seiner Familie. Die neue Doku „HEINO – Karamba, Karacho, Kult“ (RTL+/VOX) zeigt den Sänger so persönlich und verletzlich wie selten zuvor. Die Doku thematisiert auch Heinos Verhältnis zu Tochter Petra.

Nach dem tragischen Tod von Petras Mutter im Jahr 1988 nahm Heino die damals 17‑jährige Tochter zu sich und Ehefrau Hannelore. Endlich entstand Nähe, endlich entwickelte sich eine Beziehung zwischen Vater und Tochter – ein spätes Familienglück, das aber nicht von Dauer sein sollte.

Heino mit seiner Tochter Petra, wahrscheinlich im Jahr 1990.
Heino mit seiner Tochter Petra, wahrscheinlich im Jahr 1990.Spöttel Picture/Imago

Doch schon früh litt Petra unter Psychosen, Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Eine unsichtbare Last, die sie zeitweise in andere Welten abdriften ließ.

Der Verlust, der Heinos Leben für immer veränderte

Dann kam das Jahr 2003 – ein Jahr, das Heino für immer prägen sollte:
Petra nahm sich mit nur 35 Jahren das Leben. Heino selbst erfuhr von der Tragödie auf einer Kreuzfahrt: „Als wir ausliefen, bekam ich die Nachricht, dass meine Tochter sich das Leben genommen hat. Sie hatte die gleiche psychische Krankheit wie ihre Mutter. Das war das Schlimmste, was ich bis dato mitgemacht habe.“

Statt abzubrechen, blieb Heino an Bord und stand fünf Tage später wieder auf der Bühne. „Ich habe das durchgezogen, mir blieb ja nichts anderes übrig. Ich konnte ja nicht sagen, jetzt will ich zurück mit dem Hubschrauber. Ich glaube, meine Tochter hätte auch gewollt, dass ich singe.“

HILFE BEI SUIZIDGEDANKEN
Ihre Gedanken hören nicht auf zu kreisen? Sie befinden sich in einer scheinbar ausweglosen Situation und spielen mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen? Wenn Sie sich nicht im Familien- oder Freundeskreis Hilfe suchen können oder möchten – hier finden Sie anonyme Beratungs- und Seelsorgeangebote: Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichen Sie rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen Sie Ihre Sorgen und Ängste teilen können. Auch ein Gespräch via Chat ist möglich. telefonseelsorge.de Kinder- und Jugendtelefon: Das Angebot des Vereins „Nummer gegen Kummer“ richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333. Am Samstag nehmen die jungen Berater des Teams „Jugendliche beraten Jugendliche“ die Gespräche an. nummergegenkummer.de Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden unter 030 – 44 35 09 821 zu erreichen. Ein Teil von ihnen spricht auch Türkisch. mutes.de Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Eine Übersicht aller telefonischer, regionaler, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland gibt es unter suizidprophylaxe.de

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Heino? Schicken Sie uns einen Leserbrief per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.