Musiker Heino bei einem Termin in Berlin. Foto: Imago

Die verheerenden Hochwasser der vergangenen Woche haben viele Existenzen zerstört und Menschenleben gefordert. Laut aktuellen Zahlen ließe 122 Menschen in den Fluten ihr Leben, 155 weitere Menschen werden noch vermisst. Doch das Hochwasser und die Erdrutsche rissen auch alte Wunden wieder auf – wie beim Schlagerstar Heino. Denn das Grab seiner Tochter wurde unterspült.

Heino erlebte die Flut nicht persönlich, trotzdem traf es ihn hart

Musiker Heino selbst war zum Glück selbst nicht in seiner Heimatstadt Bad Münstereifel, die besonders hart von dem Hochwasser betroffen war. Der Schlagersänger befand sich gerade an seinem Zweitwohnsitz in Österreich, doch mit seien Gedanken war er in seinem Heimatort. Das lag allerdings nicht daran, dass auch sein Haus beschädigt wurde, sondern an einem viel persönlicheren Gurnd.

Heino und seine Tochter Petra im Jahr 1990. Imago/Spöttel Picture

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Das Urnengrab seiner Tochter Petra, die sich 2003 das Leben genommen hatte, wurde durch das Hochwasser unterspült und zerstört. Mit der Bild sprach der 82-Jährige nun über seine Emotionen. „Ich habe das zerstörte Grab auf Fotos gesehen und der Anblick tut mir in der Seele weh“, sagte Heino. „Ich habe so oft mit meiner Frau Hannelore dort gestanden und gebetet. Es ist schlimm, dass die Totenruhe meiner Tochter durch die Flut so furchtbar gestört wurde.“

Der zerstörte Friedhof von Bad Münstereifel.  dpa/Oliver Berg

Flut: Heino leidet mit seinen Mitbürgern aus Bad Münstereifel

Trotz seines persönlichen Schmerzes ist Heino in Gedanken dennoch bei seinen Mitbürgern, die durch die Flut alles verloren haben. „Es ist schrecklich, dass Petras Grab zerstört ist, aber viel wichtiger sind jetzt die lebenden Opfer dieser furchtbaren Katastrophe. Ihnen gehört mein ganzes Mitgefühl.“ 

Heino und seine Tochter Petra im Dezember 2000.  dpa/Horst Ossinger

Während in Bad Münstereifel und den anderen Flutgebieten noch die Aufräum-Arbeiten und die Suche nach Vermissten auf Hochtouren laufen, kündigen sich für die Eifel und weite Teile Nordrhein-Westfalens weitere Unwetter an, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung prognostiziert. 

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Als Grund für das heftige Unwetter in der vergangenen Woche, gilt Experten unter anderem der Klimawandel. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass der Jetstream sich in den vergangenen Jahren verlangsamt hat, wodurch Tiefdruckgebiete wie „Bernd“ nicht mehr so schnell transportiert werden und so Unwetter vermehrt über einem Gebiet herunterkommen, statt sich in rascher Bewegung abzuregnen. Zudem sorgen die immer höher werdenden Temperaturen dafür, dass es mehr Niederschlag geben kann. Als Faustregel gilt laut Experten: Pro ein Grad Celsius kann die Atmosphäre rund 7 Prozent mehr Feuchtigkeit aufnehmen.