Ex mit Splittern verletzt

„Prominent getrennt“-Skandal: Welche rechtlichen Konsequenzen drohen Aleks Petrovic?

Glaswurf-Eklat bei „Prominent getrennt“: Ein Jurist klärt auf, inwiefern Aleks Petrovic juristisch belangt werden könnte.

Author - Julia Nothacker
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Wird wirklich gegen Aleks Petrovic ermittelt?
Wird wirklich gegen Aleks Petrovic ermittelt?Oliver Langel/Imago

Was als klärendes Gespräch geplant war, endet in einem der heftigsten TV-Momente des Jahres: Beim Reality-Format „Prominent getrennt“ eskaliert die Situation zwischen Aleks Petrovic (35) und seiner Ex Vanessa Nwattu (26) komplett – mit Folgen, die jetzt sogar juristisch brisant werden könnten.

Glaswurf-Eklat bei „Prominent getrennt“: Die Frage nach Konsequenzen für Aleks Petrovic

In der berüchtigten „Zeit zu zweit“ geraten die beiden heftig aneinander. Dann der Schock: Aleks verliert die Kontrolle, schüttet seiner Ex Sekt ins Gesicht und wirft anschließend ein Glas wutentbrannt auf den Boden – nur wenige Zentimeter neben ihr.

Das Glas zerspringt – und offenbar bleibt es nicht nur bei dem Schockmoment im Fernsehen. Denn Vanessa Nwattu meldet sich später selbst zu Wort und erhebt schwere Vorwürfe: Sie sei durch die Glassplitter verletzt worden und trage bis heute eine Narbe am Bein davon. Auch von einer Panikattacke nach dem Vorfall ist die Rede.

Im Netz schlägt der Vorfall hohe Wellen. User zeigen sich schockiert und fordern klare Konsequenzen für den Reality-Star. Besonders kritisch sehen viele, dass Aleks trotz des Vorfalls offenbar weiterhin Teil der Show bleibt.

RTL selbst verteidigt die Ausstrahlung und erklärt, man wolle problematisches Verhalten bewusst zeigen, um es nicht zu verharmlosen. Aleks habe sein Verhalten zudem unmittelbar als Fehler bezeichnet und sich entschuldigt. Doch reicht das wirklich?

Glaswurf bei „Prominent getrennt“: Jurist sieht mögliche Straftat bei Aleks Petrovic

Genau diese Frage beschäftigt derzeit nicht nur Fans, sondern auch Juristen. Rechtsanwalt Dr. Lukas Zeyher ordnet den Vorfall nun auf seinem Instagram-Account „recht.schluessig“ ein.

Der Anwalt erklärt, dass das Schütten von Sekt ins Gesicht rechtlich als Beleidigung mittels Tätlichkeit gewertet werden kann (Strafgesetzbuch § 185 Beleidigung). Die mögliche Folge: Geldstrafe oder sogar bis zu zwei Jahre Haft. „Warum? Weil so eine Handling nicht nur körperlich wirkt, sondern vor allem herabwürdigend. Und theoretisch droht bei einer Beldigung mittels Tätlichkeit eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe.“

Doch auch der Vorwurf der Körperverletzung könnte berücksichtig werden (Strafgesetzbuch § 185 Körperverletzung). Dr. Lukas Zeyher wusste zum Zeitpunkt des Videos offenbar noch nichts von Vanessas Verletzung, da diese nicht im TV gezeigt, sondern nur von Vanessa auf Instagram thematisiert wurde. Der Anwalt bezieht sich lediglich darauf, dass Vanessa von dem Sekt Brennen in den Augen, Schmerzen, Schwellungen oder sonstige körperliche Reaktionen davon getragen haben könnte. Brisanter wird es, wenn die Verletzung durch die Glassplitter berücksichtigt wird, durch die Vanessa sogar eine Narbe haben soll. „Theoertisch droht dann sogar fünf Jahre Freiheitsstrafe oder wiederum Geldstrafe.“

Ermittlungen ohne Anzeige gegen Aleks Petrovic?

Allerdings gilt: Ein TV-Ausschnitt allein reicht nicht automatisch für eine Verurteilung. Zudem handelt es sich um ein Strafantragsdelikt. Die Geschädigte oder Verletzte müsste in der Regel selbst Strafanzeige stellen – außer, es besteht ein besonderes öffentliches Interesse.

Laut Gerüchten soll es bereits Ermittlungen wegen des Vorfalls bei „Prominent getrennt“ geben. Vanessas Freundin Brenda Brinkmann konfrontierte Aleks in Sam Dylans Talkshow „Nightfever“ damit. „Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die hat die Ermittlungen aufgenommen. Unabhängig. Das war nichts Zivilrechtliches. Nichts, was Vanessa eingeleitet hat.“

Brenda deutet hier an, dass es sich um ein Verfahren handeln könnte, das nicht von Vanessa selbst angestoßen wurde, sondern weil die Staatsanwaltschaft ein öffentliches Interesse sehen. Bisher wurden die angeblichen Ermittlungen aber noch nicht von offizieller Seite bestätigt.