Eine Szene aus „Harry Potter und der Stein der Weisen“ mit Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson (v.l.). imgao/Cinema Publishers Collection

Pünktlich zur Adventszeit steckt Harry Potter hinter einem der 24 Türchen. Der dänische Steinchen-Konzern Lego bringt jedes Jahr einen Adventskalender mit Figuren und Utensilien aus dem Potter-Universum auf den Markt. Im Dezember startet in Hamburg auch das Potter-Theaterstück. Und in China hat ein neuer Vergnügungspark mit einem großen Hogwarts-Bereich gerade eröffnet. 20 Jahre nach dem Kinostart von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ ist der von Autorin J. K. Rowling erfundene Zauberlehrling omnipräsent.

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Tausende Fanartikel:

Ähnlich wie bei Micky Maus, „Star Wars“ oder den Marvel-Helden gibt es bei Harry Potter fast nichts, was es nicht gibt. Bettwäsche, Shirts, Tassen, Plüschtiere, Schulranzen, Münzen, Kostüme samt Zauberstäben. In der britischen Hauptstadt London gibt es mehrere Geschäfte, in denen man ausschließlich Fanartikel aus dem „Harry Potter“-Universum kaufen kann. Eins befindet sich im Flughafen Heathrow.

Gesellschaftsspiele:

Viele bekannte Gesellschaftsspiele sind mittlerweile auch in einer Harry-Potter-Edition erhältlich, darunter Brettspiele wie „Labyrinth“, „Mensch ärgere Dich nicht“, der Quizklassiker „Trivial Pursuit“ oder das Kartenspiel „Uno“. Andere Spiele sind direkt um den beliebten Hogwarts-Schüler konzipiert worden, so etwa „Harry Potter – Kampf um Hogwarts“. Zudem gibt es zahlreiche Videospiele um die Kultfigur, in denen es den bösartigen Voldemort zu besiegen gilt.

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Lego-Bausätze und Minifiguren:

Nach dem riesigen Erfolg mit „Star Wars“-Bausätzen seit Anfang der 2000er-Jahre kam mit dem Harry-Potter-Franchise die nächste lukrative Lizenz für Lego dazu. „Die Kammer des Schreckens“, „Hagrids Hütte“ oder der „Hogwarts-Express“ – regelmäßig erscheinen neue Sets und Serien von Minifiguren. Muggel müssen für manche Sets allerdings tief ins Portemonnaie greifen. Die Winkelgasse etwa kostet im Lego-Shop 399,99 Euro. Den Adventskalender gibt es immerhin schon für knapp 30 Euro.

Ein Blick hinter die Kulissen:

In der Nähe von London können Potter-Fans einen Blick hinter die Kulissen der Kinofilme werfen. In Leavesden hat 2012 die „Warner Bros. Studio Tour – The Making of Harry Potter“ eröffnet. In zwei Filmstudios gibt es Nachbildungen der Filmsets, Originalkostüme und Utensilien aus den Filmen zu sehen. Dazu erleben Besucher auf der Studiotour wie die visuellen Effekte produziert werden.

dpa/David Parry/PA Wire
Ein Blick auf die Winkelgasse (Diagon Alley) der Warner Bros. Studios Tour London des jährlich wiederkehrenden „Hogwarts in the Snow“, bei dem die Schaufensterfronten und Bürgersteige der Winkelgasse mit Kunstschnee bedeckt sind.

Quidditch:

In mehreren Filmen liefern sich Harry und Co. erbitterte Wettkämpfe im Quidditch, einem Mannschaftssport, bei dem Teilnehmer auf dem Besen reiten. Mitte der 2000er entwickelten Studenten in den USA eine Variante, die ohne Zauberei gespielt werden kann. Mittlerweile wird auch in Deutschland Quidditch gespielt. Es gibt sogar einen Deutschen Quidditch-Bund mit eigenen Ligen. Geflogen wird zwar nicht, aber den Besen müssen die Spieler die ganze Zeit zwischen den Beinen behalten.

dpa/MArkus Tischler
Timo Damköhler (2.v.l), Kapitän der Hamburg Werewolves, setzt in der Partie gegen die Braunschweig Bröwicorns zum Wurf an. Quidditch ist für Menschen mangels „fliegender Besen“ eigentlich nicht zu spielen. Dennoch ist dieser Sport im Kommen.

Theaterstück:

Am New Yorker Broadway und im Londoner West End läuft es schon seit Jahren erfolgreich, am 5. Dezember feiert das Theaterstück „Harry Potter und das verwunschene Kind“ nach coronabedingter Verschiebung endlich auch seine Deutschland-Premiere in Hamburg. Die Geschichte der zweiteiligen, spektakulären Produktion spielt 19 Jahre nach dem letzten „Harry Potter“-Buch von J. K. Rowling.

dpa/Marcus Brandt
Eine Szene aus „Harry Potter und das verwunschene Kind“ auf der Bühne im Mehr! Theater am Großmarkt in Hamburg. Die Premiere findet am 5. Dezember statt. 

Vergnügungsparks:

In den Themenparks der Universal Studios in Orlando, Florida öffnete 2010 „The Wizarding World of Harry Potter“, ein riesiger Bereich über zwei Parks. Dort kann man neben Achterbahnen und anderen Attraktionen auch im Hogwarts-Express mitfahren oder in der Winkelgasse Bertie Botts Bohnen in (fast) jeder Geschmacksrichtung kaufen. Weitere „Wizarding Worlds“ folgten im japanischen Osaka und in Hollywood. Im September öffnete die Potter-Welt in Peking erstmals ihre Tore.

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Bücher bleiben Bestseller:

Die Bücher von J. K. Rowling gehören zu den erfolgreichsten, die jemals publiziert wurden. „Harry Potter und der Stein der Weisen“ ist mit mehr als 100 Millionen Exemplaren eins der meistverkauften Bücher der Literaturgeschichte. Die anderen sechs verkauften sich alle mehr als 65 Millionen Mal, auch dank der Filme. Regelmäßige Neuauflagen und Jubiläumsausgaben erfreuen sich großer Beliebtheit – und das auch bei Fans, die die Bücher schon im Regal stehen haben.

Einige Bücher der „Harry Potter“-Reihe auf der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2005. imago/Hoffmann

Potter und Co. im Kino:

Zum 20. Jubiläum läuft „Harry Potter und der Stein der Weisen“ wieder auf der großen Leinwand. In einigen Kinos wird der Kultfilm mit Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint auch in 3D gezeigt. Im nächsten Jahr dürfen sich Potter-Fans außerdem auf den dritten Teil der erfolgreichen Spin-off-Reihe freuen. „Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse“ soll im April in die Kinos kommen.

Eine kleine Vorschau auf den Film „Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse“.

Quelle: YouTube