Eben noch sah es so aus, als würde Netflix den ganz großen Hollywood-Coup landen und die Studios von Warner Bros. Discovery schlucken. Doch in letzter Minute grätschte Netflix' Rivale Paramount Skydance rein. Das könnte sich auch auf die Kosten der Streaming-Dienste auswirken.
Paramount überbietet Netflix im Kampf um Warner Bros.
Der monatelange Bieterkrieg zwischen Netflix und Paramount um Warner Bros. macht Filmfans, die Börse und die Politik gleichermaßen nervös. Noch im Dezember galt Netflix als klarer Favorit, das Angebot von 27,75 Dollar pro Aktie für Studios und Streaming galt als unschlagbar. Doch Paramount ließ nicht locker und überbot den Streaming-Giganten schließlich mit 31 Dollar pro Aktie für den ganzen Konzern.
Als es noch so aussah, als würde Netflix Warner Bros. kauften, warnten Experten vor höheren Preisen. Crystal Gorges gab in der „Daily Mail“ zu bedenken, dass Netflix neben eigenen Produktionen wie „Stranger Things“ dann HBO-Hits wie „Game of Thrones“ und „White Lotus“ auf der Plattform anbieten könne und dadurch die Macht habe, Preise für Streaming-Abos enorm zu heben. Aktuell kostet ein Standard-Abo bei Netflix ohne Werbung 13,99 Euro monatlich, das werbefreie Standard-Abo von HBO Max kostet 11,99 Euro.

Doch obwohl Netflix nun den Rückzug macht, gibt es für Streaming-Fans trotzdem keine Entwarnung, meint nun die Daily Mail. Kauft Paramount tatsächlich Warner Bros, könnten sich trotzdem riesige Marken wie DC Comics oder „Mission: Impossible“ bündeln, und das bedeutet oft: mehr Marktmacht, höhere Preise. Streaming-Rechnungen könnten also weiter steigen. Experten warnen ebenfalls davor, dass nur, weil alles unter ein Dach gelegt wird, das nicht automatisch bedeutet, dass für Kunden alles gemeinsam in einer App verfügbar sein wird – und schon gar nicht zu heutigen Preisen.


