Was Frau Sparsam rät

Glasfaser-Offensive: Schnell für manche, langsam für andere

Schöner Filme gucken, flotter arbeiten im Homeoffice, das verspricht die Glasfasertechnik fürs Internet. Wer sie sich sparen kann und für wen sie sich lohnt.

Author - Susanne Dübber
Teilen
Glasfaserkabel sind die Technik der Zukunft, aber das System ist noch im Aufbau.
Glasfaserkabel sind die Technik der Zukunft, aber das System ist noch im Aufbau.Jan Woitas/dpa

Was heute perfekt und bequem ist, kann morgen zu wenig sein. Das gilt auch für Internetanschlüsse. Besonders, wer seinen intensiv nutzt, wie im Homeoffice und für Streamingdienste und eine Cloudnutzung. Also ist die modernere und schnellere Glasfasertechnik durchaus eine Überlegung wert – spätestens in den kommenden vier, fünf Jahren.

Im Homeoffice ist Glasfaser eventuell sinnvoll

Ausbau und Anschluss alleine können aber durchaus 500 bis 1000 Euro kosten. Wer jetzt einen Zweijahresvertrag bucht, kann diese mitunter einsparen. Für wen lohnt sich das? Die Verbraucherzentrale rät: Wer nur ab und zu im Internet unterwegs ist, dem reichen DSL und unter 100 Mbit/s im Download noch aus. Im Homeoffice und als häufiger Zuschauer von Streamingdiensten ist Glasfaser eventuell sinnvoll, da höhere Bandbreiten zwischen 100 und 400 Mbit/s nötig sind. 500 Mbit/s bis 1 GBit/s sind nur nötig für Intensivnutzer wie Firmen.

Nicht jede Region – auch innerhalb Berlins – ist schon Glasfaser-Ausbaugebiet. Checken lässt sich der Stand auf Glasfaser-Verfügbarkeitskarten der Anbieter wie der Telekom.

Vorsicht, wenn Vertreter am Telefon oder an der Haustür behaupten, das DSL-Kupfernetz werde bald abgeschaltet. Das stimmt nicht, warnt Stiftung Warentest. Vor 2035 ist es nicht zu erwarten. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Bestehende Netze werden nur abgeschaltet, wenn Glasfaser fast überall verfügbar ist. Weitere Voraussetzung: Mehrere Anbieter sind dabei und so ist ein Wettbewerb möglich.

Wie funktioniert bei Ihnen das Sparen? Bitte teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns: leser-bk@berlinerverlag.com oder kommentieren Sie unseren Beitrag auf Facebook oder Instagram.