Gute Neuigkeiten bei den frühlingshaften Temperaturen vor der Tür. Wer das fröhliche Vogelgezwitscher vermisst hat und nun überlegt, zur Beobachtung ein Fernglas in die Hand zu nehmen, kann so auch gleich sein Demenzrisiko verringern. Das fand eine neue Studie im Fachmagazin Journal of Neuroscience heraus.
Vögel helfen laut Studie gegen Demenz
Um das herauszufinden, nahmen die Forscher die Vogel-Profis aus dem Toronto Ornithological Club und den Toronto Field Naturalists unter die Lupe. Ihre Gedächtnisleistung wurde mit der von Experten anderer Outdoor-Hobbys verglichen, wie etwa Gärtnern, Angeln oder Wandern. Allen Testpersonen zeigte man Fotos von Vögeln, die sie nach Ähnlichkeiten sortieren sollten.

Während Menschen ohne Erfahrung im Beobachten von Vögeln die Tiere oberflächlich etwa nach Farben sortierten, ordneten die geübteren Vogelbeobachter nach feinen Details wie Schnabelform oder Schwanzlänge. Das zahlte sich beim großen Gedächtnistest aus. Alte und neue Vogelfotos wurden gemischt präsentiert. Und siehe da: wer zuvor auf Details geachtet hatte, erkannte deutlich besser, welche Vögel neu waren und welche schon einmal gezeigt worden waren.
Besseres Gedächtnis im Alter dank Hobby
Forscher ziehen daraus, dass Wissenserwerb in einem Spezialgebiet wie etwa Ornithologie „altersbedingte Hirnatrophie vermeiden“ könnte. Wissen wirke also wahrscheinlich wie ein Schutzschild fürs Gehirn. „Mehr Bildung, mehr Interessen und mehr Hobbys scheinen das Demenzrisiko zu verringern und das Gedächtnis im Alter zu stärken“, erklärt Co-Autorin Dr. Asaf Gilboa, Professor für Psychologie an der University of Toronto. Neues Wissen lasse sich womöglich leichter abspeichern, wenn es an bereits vorhandenes angedockt werden kann.


