Die Preise in Berlin und Brandenburg ziehen im März 2026 spürbar an – und das merken wir inzwischen überall. Laut dem Amt für Statistik klettern die Verbraucherpreise in der Hauptstadt um 2,5 Prozent nach oben, in Brandenburg sogar um 2,8 Prozent. Noch im Februar lag die Teuerung niedriger: in Berlin unter zwei Prozent, in Brandenburg bei exakt zwei Prozent. Doch nun macht ein Faktor der Region schwer zu schaffen: Energie. Und die hat es in sich.
Energie knallt nach oben – der Iran‑Krieg wirkt bis in Berliner Haushalte
Ausschlaggebend für die gestiegene Inflation sind laut Statistikern die deutlich höheren Energiepreise. „Sie verteuerten sich im Vorjahresvergleich in Berlin um 6,7 Prozent und in Brandenburg um 8,5 Prozent“, heißt es aus dem Amt. Ursache sei vor allem der Iran‑Krieg, der die Energiemärkte erneut durcheinanderwirbelt.
Rechnet man Heizöl und Kraftstoffe aus der Statistik heraus, würde die Inflation deutlich niedriger ausfallen: bei nur 1,8 Prozent in Berlin und 1,9 Prozent in Brandenburg. Doch diese Rechnerei hilft den Berlinerinnen und Berlinern am Ende wenig, wenn Strom, Wärme und Mobilität den Alltag teurer machen.

Auch andere Bereiche ziehen an: alkoholische Getränke, Tabakwaren, Dienstleistungen, Hotel‑ und Gaststättenangebote – vieles legt überdurchschnittlich zu. Besonders der Freizeit‑ und Gastronomiebereich wird für Familien und Einzelhaushalte spürbar kostspieliger. Berlin lebt zwar von seiner Ausgehkultur, doch die Preisspirale macht sich bemerkbar.
Butter billig, Kirschen teuer – was im Supermarkt passiert
Überraschung bei Edeka, Lidl und Co.! Einige Grundnahrungsmittel werden tatsächlich deutlich günstiger. Die Statistik listet erstaunliche Preisrückgänge auf, vor allem bei Molkereiprodukten. In Berlin sinkt der Preis für Butter um 22,9 Prozent, in Brandenburg sogar um 26,3 Prozent. Auch Quark wird spürbar günstiger: -21,0 Prozent in Berlin, -28,3 Prozent in Brandenburg. Selbst Kartoffeln kosten weniger: -12,7 Prozent in Berlin und -21,3 Prozent im Nachbarland. Bei Milch liegt der Rückgang bei -5,2 Prozent in Berlin und -8,3 Prozent in Brandenburg.

Doch nicht alle Lebensmittel folgen diesem Trend. Richtig teuer wird es bei den Obstregalen – vor allem, wenn die Früchte im Glas stecken. Sauerkirschen und andere Steinobstkonserven schnellen um 42,7 Prozent in Berlin und unglaubliche 51,1 Prozent in Brandenburg nach oben.
Ein Preisschock, der zeigt, wie unterschiedlich die Entwicklungen ausfallen können. Auch die beliebten Wachmacher Kaffee, Tee und Kakao legen kräftig zu: +11,4 Prozent in Berlin und +12,9 Prozent in Brandenburg. Wer morgens auf seinen Kaffee angewiesen ist, zahlt spürbar mehr.
Was die Zahlen für Berlin bedeuten – und worauf wir uns einstellen müssen
Die aktuellen Inflationsdaten zeichnen ein Bild, das viele Berlinerinnen und Berliner bestätigen können: Energie frisst das Haushaltsbudget, Restaurantbesuche werden teurer, aber manche Grundnahrungsmittel entlasten wenigstens den Einkaufskorb.
Trotzdem ist klar: Auch moderat steigende Preise können sich schnell summieren. Berlin bleibt im bundesweiten Vergleich zwar nicht das absolute Sorgenkind, doch die Energiemärkte bleiben unberechenbar, und das macht die Teuerung zum Risiko für die kommenden Monate.


