Zu wenig Nährstoffe

Hundefutter im Test: Drei Produkte fallen gnadenlos mit Note 6 durch!

Experten untersuchten 25 Trockenfutter für Hunde. Welche sind ungenügend und welche empfehlenswert und dabei noch besonders günstig?

Author - Stefan Doerr
Teilen
Welches Futter kommt am besten in den Fressnapf? Experten haben 25 Trockenfutter getestet.
Welches Futter kommt am besten in den Fressnapf? Experten haben 25 Trockenfutter getestet.Shotshop/Imago

Hundebesitzer wollen für ihren Liebling nur das Beste – auch wenn es ums Futter geht. Die Zeitschrift Öko-Test hat jetzt Trockenfutter untersucht. 25 verschiedene Produkte für den Fressnapf wurden im Labor auf Inhaltsstoffe getestet, darunter zwei Bio-Produkte. Das Ergebnis: Drei Trockenfutter sind im Test gnadenlos mit Note 6 durchgefallen. Welches Futter ist mangelhaft und welches empfehlenswert und dabei auch noch günstig?

Überprüft wurden die Tierfutter in der Novemberausgabe von Öko-Test auf ihren Gehalt an Eiweiß, Mineralstoffen, Vitaminen und Co. Während etliche Produkte den Test bestanden, bemängeln die Tester bei einigen Futtersorten vor allem einen zu hohen oder zu niedrigen Nährstoffgehalt, stoßen sich aber auch an einigen Fütterungsempfehlungen.

Welche Trockenfutter fielen im Test durch?

Sechs Trockenfutter schneiden „sehr gut“ ab. Elf sind „gut“, darunter auch die beiden Bio-Futter. Vier schneiden „befriedigend“ ab und ein Trockenfutter besteht den Test mit der Wertung „ausreichend“ knapp. Drei Futtersorten dagegen fielen mit Note 6 durch wegen zu hoher Mineralstoffgehalte.

So wurde das „Eukanuba Adult M mit frischem Huhn“ mit „ungenügend“ abgestraft, weil es den gesetzlichen Höchstgehalt an Zink sprengt. Der hat zwar keine direkten gesundheitlichen Folgen für die Vierbeiner. Dennoch sollten gesetzliche Höchstwerte eingehalten werden. Außerdem fällt die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung zu niedrig aus, bemängelt Öko-Test.

Entscheidend ist neben den Inhaltsstoffen des Hundefutters auch, dass die Tiere das Futter gerne fressen.
Entscheidend ist neben den Inhaltsstoffen des Hundefutters auch, dass die Tiere das Futter gerne fressen.Shotshop/Imago

Auch beim „Crave mit Huhn, Kochenmark & Urgetreide“ von Mars und beimFrolic Complete mit Geflügel, Gemüse und Reis“ stimmen die Empfehlungen nicht ganz. Zudem enthalten beide laut Öko-Test stark erhöhte Mengen Selen. Ein erwachsener, gesunder Hund könne diese zwar kompensieren, so die Tester. Doch auch manche Ergänzungsfutter enthalten viel Selen, so dass es im Zusammenspiel zu einer Überdosierung mit ungewissen gesundheitlichen Risiken kommen.

Das Frolic-Futter enthält auch zu wenig von den Aminosäuren Methionin und Cystein. Methionin ist wichtig für Haut und Fell. Aus Cystein können die Hunde Taurin herstellen für die Gesundheit der Augen und des Herzens produzieren. Der Hersteller informierte jedoch Öko-Test, dass das Produkt inzwischen in der Rezeptur angepasst worden sei.

Welche Trockenfutter sind empfehlenswert?

Und welches Futter ist nun empfehlenswert? Zu den Testsiegern gehört sogar das günstigste Produkt im Test: Das „K-Carinura Premium Komplettnahrung 25 % Frischgeflügel Adult“ von Kaufland kostet nur 22 beziehungsweise 28 Cent pro Tag. Das „4Paws Sunny Hills Premium Softbrocken Huhn“ ist das beste Futter im Test. Es ist bei Edeka und Netto für 22 Euro pro 4-er Packung mit je 2 Kilogramm erhältlich. Auch das Zoo Royal Vital Plus reich an Frischgeflügel (28 Cent/37 Cent pro Tag), erhältlich bei Rewe, Penny und Zoo Royal, ist „sehr gut“.

Beim Kauf der Hundefutter hatten sich die Tester übrigens für vegan oder vegetarisch ausgelobte Produkte einer Marke entschieden. Waren keine pflanzlichen Produkte verfügbar, wählten sie Produkte mit Huhn oder Geflügelgeschmack. Außerdem testeten die Experten wenn möglich Standard- statt Premiumfutter. Und alle Produkte wurden als Alleinfutter deklariert. Das heißt, sie müssen ohne Zugabe eines weiteren Futters den Energie- und Nährstoffbedarf des Hundes decken. ■