Lotto-Strategie

76 Millionen im Eurojackpot: Statistik-Professor verrät Tipps für mehr Gewinn

Die Hochquoten-Strategie maximiert Ihre Gewinnchancen im Eurojackpot durch gezielte Zahlenauswahl.

Author - Sharone Treskow
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Mathematik-Professor Christian Hesse gibt Tipps, wie man den Eurojackpot knacken kann.
Mathematik-Professor Christian Hesse gibt Tipps, wie man den Eurojackpot knacken kann.Imago/Kohlmeyer

Einmal im Lotto gewinnen und sich den Traum vom Eigenheim oder einer Weltreise erfüllen – das klingt verlockend. Doch die Realität ist ernüchternd: Die Chance auf den Hauptgewinn im Eurojackpot liegt bei gerade einmal 1 zu 140 Millionen. Trotzdem können Spieler versuchen, ihre Aussichten zumindest rechnerisch zu verbessern. Genau hier setzt die sogenannte Hochquoten-Strategie an.

Statistik-Professor verrät beste Strategie für mehr Gewinn

Bei der Hochquoten-Strategie geht es nicht darum, die eine magische Zahlenkombination zu finden. Ziel der Methode ist vielmehr, im Gewinnfall den Betrag mit möglichst wenigen anderen teilen zu müssen. Besonders im Eurojackpot kann das entscheidend sein. Wird der Jackpot nicht geknackt, fließt zusätzliches Geld in die unteren Gewinnklassen – dort lassen sich mit der richtigen Taktik vergleichsweise hohe Einzelgewinne erzielen.

Die Methode beruht auf einem einfachen Prinzip, erklärt von Christian Hesse, Professor für mathematische Statistik an der Universität Stuttgart. Der Schlüssel liegt im konsequenten Ausfüllen von 46 Tippfeldern, entweder allein oder gemeinsam in einer Tippgemeinschaft. Zunächst werden vier sogenannte Systemzahlen ausgewählt, deren Summe über 155 liegen muss. Diese vier Zahlen werden in allen Tippfeldern identisch gesetzt.

Ein Statistiker empfiehlt die Hochquoten-Strategie für Spieler, die ihr Glück mit dem Eurojackpot versuchen wollen.
Ein Statistiker empfiehlt die Hochquoten-Strategie für Spieler, die ihr Glück mit dem Eurojackpot versuchen wollen.Sascha Steinach / Imago

Als fünfte Gewinnzahl wird systematisch durchgezählt: Im ersten Feld kommt die Eins hinzu, im nächsten die Zwei – so weiter, bis alle Zahlen von eins bis 50 einmal ergänzt wurden. Die vier Systemzahlen selbst werden dabei bewusst übersprungen. Der Hintergrund ist statistisch begründet: „Damit vermeidet man Tippgleichheit mit 80 Prozent der Datumstipper“, sagt Hesse.

Viele Menschen basteln ihre Tippscheine aus Geburtstagen, Hochzeiten oder Jahreszahlen. „Deshalb werden die Zahlen eins bis 12 für die Monate und die Zahlen bis 31 für die Tage sowie die 19 und die 20 für die Jahrhunderte stark überdurchschnittlich getippt.“ Die Hochquoten-Strategie setzt gezielt auf weniger beliebte Zahlen, um die Konkurrenz zu minimieren.

Eurojackpot belohnt weniger Mitspieler mit höheren Anteilen

Der mathematische Vorteil: Werden die vier Systemzahlen gezogen, ist auf einem der 46 Felder automatisch auch die fünfte Zahl richtig. Zusätzlich entstehen 45 Kombinationen mit vier richtigen Zahlen. Hesse erklärt: „Man kann sich also mit nur vier richtigen Gewinnzahlen, die viel leichter zu erzielen sind, einen Fünfer verschaffen.“

Noch spekulativer sind die Eurozahlen. Hier ist die Auswahl deutlich kleiner: zwölf Zahlen statt 50. „Mit den 46 gespielten Kästchen kann man bei geschickter Wahl der Eurozahlen immerhin 46 der 66 möglichen Eurozahlen-Paare abdecken“, so Hesse. Dazu werden die Eurozahlen ebenfalls systematisch kombiniert, etwa eins und zwei, eins und drei bis eins und zwölf, anschließend zwei und drei, zwei und vier – und so weiter.

Der Statistiker empfiehlt die Teilnahme an einer Tippgemeinschaft.
Der Statistiker empfiehlt die Teilnahme an einer Tippgemeinschaft.Michael Bihlmayer/Imago

Der Haken liegt auf der Hand: 46 Tippfelder müssen auch bezahlt werden. Für Einzelspieler kann das teuer werden. Eine Alternative ist die Teilnahme an einer Tippgemeinschaft. Allerdings gilt auch dann: Der Gewinn wird geteilt – wenn auch idealerweise mit möglichst wenigen.

Statistik zeigt klare No-Go-Zahlen beim Tippen

Manche Spieler setzen bewusst auf Zahlenkombinationen, die in der Vergangenheit häufiger gezogen wurden. Doch genau darin liegt laut dem Statistik-Experten ein Risiko. Kommen diese beliebten Kombinationen erneut, fällt der Gewinn oft niedriger aus. Denn „die Summe des Geldes, das sich zur Ausschüttung für diese Gewinnklasse ergibt, mit vielen Spielern geteilt werden muss“.

Nach einem persönlichen Ratschlag gefragt, wird Christian Hesse deutlich: „Gar nicht tippen sollte man die Zahlenkombination eins, zwei, drei, vier und fünf.“ Diese Zahlenreihe sei mit Abstand die am häufigsten gespielte im Eurojackpot. Selbst wenn sie gezogen wird, müsse der Gewinn mit besonders vielen anderen geteilt werden.

Beim Tippen sollte man lieber kreativ sein und nicht einfach „1,2,3,4,5“ tippen – denn das machen alle!
Beim Tippen sollte man lieber kreativ sein und nicht einfach „1,2,3,4,5“ tippen – denn das machen alle!Michael Piepgras/Imago

Das gilt auch für Jahreszahlen, Geburtsjahre oder auffällige Muster wie Diagonalen im Tippfeld. Ebenso erhöhen scheinbar „beliebte“ Zahlen wie 20 oder 49 die Konkurrenz deutlich. Wer im besten Fall allein in einer Gewinnklasse landen will, sollte solche Zahlen bewusst meiden – auch wenn sie besonders vertraut erscheinen.

Wichtig: Grundsätzlich bleibt der Eurojackpot ein Glücksspiel. Jede Ziehung ist reiner Zufall, jede Zahl hat statistisch die gleiche Chance. Beeinflussen lässt sich jedoch die Höhe eines möglichen Gewinns. Entscheidend ist, wie viele andere dieselbe Tippfolge haben.

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