Der Bundesadler hat kein Geld mehr „auf der Kralle“, dafür viele Schulden. imago/Stefan Boness

Die Corona-Pandemie hat die Schulden der öffentlichen Haushalte Deutschlands bei Banken und Privatunternehmen deutlich ansteigen lassen. Pro Einwohner stieg die Verschuldung um 3281 auf 26.141 Euro.

Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung standen Ende 2020 beim sogenannten nicht-öffentlichen Bereich  mit 2172,9 Milliarden Euro in der Kreide, ermittelte das Statistische Bundesamt. Binnen Jahresfrist sei die öffentliche Verschuldung um 14,4 Prozent auf den höchsten Stand gestiegen, der jemals in der Statistik am Ende eines Jahres gemessen worden sei.

Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute und der sonstige inländische und ausländische Bereich, wie private Unternehmen im In- und Ausland.

 Die Entwicklung habe sich nach vorläufigen Ergebnissen im ersten Quartal 2021 fortgesetzt, erklärte das Bundesamt. Der Anstieg sei insbesondere bei Bund und Ländern auf die Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise zurückzuführen, darunter Hilfspakete und Mehrwertsteuersenkung.

Der Bund war Ende 2020 den endgültigen Zahlen zufolge mit 1,404 Billionen Euro verschuldet, das ist ein Plus von 18,1 Prozent. Die Schulden der Länder stiegen demnach um 9,8 Prozent auf 636 Milliarden Euro. Bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden war der Anstieg dagegen mit 1,5 Prozent deutlich geringer, die Schulden belaufen sich auf 133,3 Milliarden Euro. Die Schulden der Sozialversicherung sanken dagegen auf 44 Millionen Euro.