Nach dem Einbruch im Frühjahr ging es in weiten Teilen der Industrie wieder bergauf. Foto: Markus Scholz/dpa

Wiesbaden / München - Das Statistische Bundesamt sieht bislang keine Anzeichen, dass die erneuten Corona-Einschränkungen die wirtschaftliche Erholung zu einem abrupten Ende bringen werden. Schon während des im November begonnenen und bis zum vergangenen Dienstag geltenden „Lockdown light“ habe man eine „stabile Aufwärtsentwicklung“ beobachtet.

Im zweiten Quartal 2020 war das noch anders: Das Herunterfahren des öffentlichen Lebens, des Handels und anderer Wirtschaftsbereiche hatte zu einem fast zehnprozentigen Absacken der deutschen Wirtschaftsleistung geführt, gefolgt von 8,5 Prozent Wachstum im dritten Vierteljahr. Insgesamt, so schätzen Volkswirte, wird 2020 mit einem Wirtschaftsrückgang um etwa fünf Prozent zu rechnen sein.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut ifo erwartet unterdessen, dass die wirtschaftliche Erholung 2021 langsamer vorangehen wird als bislang vorhergesagt - um 4,2 statt 5,1 Prozent. Und das nur, wenn von April an die Einschränkungen beispielsweise wegen guter Impfquoten aufgehoben werden können. Die Arbeitslosenquote werde 2021 bei 5,9 Prozent verharren. Einschränkend muss erwähnt werden, dass die ifo-Wissenschaftler auf der Basis des Lockdown light gerechnet haben.