Gedenkkerzen vor Tatort des Terroranschlags vor dem Restaurant Salzamt in Wien. Foto: imago images/Alex Haldala

Nach dem Anschlag in der österreichischen Hauptstadt Anfang November gibt es Zweifel an der von den Behörden vertretenen Einzeltäter-Theorie.

„Wir konnten feststellen, dass die ständig steigenden Ermittlungserkenntnisse betreffend die Ein-Täter-Theorie durch die Videoauswertung bestätigt worden ist“, hatte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) laut Onlinemagazin „ZackZack.at“ zwei Tage nach dem Anschlag gesagt. Mehrere Hinweise würden diese Behauptung aber widerlegen.

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So sei der mutmaßliche Täter beispielsweise offensichtlich nicht alleine an den Tatort gekommen. Ähnliches berichtet auch die Tageszeitung „Der Standard“: Bisher sei unklar, wie er inklusive Waffen und Sprengstoffgürtel-Attrappe in die Innenstadt gelangt sei. Er wohnte demnach mehr als sieben Kilometer entfernt.

Überprüften Überwachungsvideos des Verkehrsverbunds Wiener Linien zufolge scheine es so, als sei der Täter nicht mit dem Nahverkehr angereist, so die Zeitung. „Ein Fußweg wird ausgeschlossen, ein dort parkendes Auto hätte man mittlerweile entdeckt und zuordnen können“, hieß es weiter.

„Aus Ermittlerkreisen heißt es, der potenzielle Helfer befände sich wohl nicht unter den bisher verhafteten Personen“, schrieb „Der Standard“. Nach der Tat wurden bereits mehrere Versäumnisse seitens der Polizei bekannt, die eine unabhängige Untersuchungskommission aufklären soll.