Mikrochip entdeckt

Schock in Mersin: Preisgekröntes Rennpferd landet als Essen in Suppenküche

Ein preisgekröntes Rennpferd wird in einer Suppenküche serviert, nachdem es illegal geschlachtet und als Rindfleisch verkauft wurde.

Author - Sebastian Krause
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In der Türkei landet ein preisgekröntes Rennpferd nach seiner Schlachtung in der Suppenküche (Symbolbild).
In der Türkei landet ein preisgekröntes Rennpferd nach seiner Schlachtung in der Suppenküche (Symbolbild).Malte Christians/dpa/dpa-tmn

Ein preisgekröntes Rennpferd ist in der Türkei nach einer Verletzung geschlachtet und nichtsahnenden Gästen einer kommunalen Suppenküche serviert worden. Medienberichten zufolge flog der Fall auf, nachdem ein Gast der Suppenküche in Mersin im Süden des Landes einen Gegenstand in seiner Suppe gefunden und die Behörden eingeschaltet hatte.

Objekt wird als Mikrochip eines Rennpferdes ermittelt

Ermittler des Landwirtschaftsministeriums identifizierten das Objekt als Mikrochip eines Rennpferds namens Smart Latch - einer Vollblutstute, die in der nahegelegenen Stadt Adana mehrfach Pferderennen gewonnen hatte.

Pferd muss nach Beinverletzung geschlachtet werden

Die Beamten untersuchten daraufhin das Essen in der Suppenküche und entdeckten, dass das dort servierte Gericht Kavurma, das normalerweise mit gebratenem Lamm oder Rind zubereitet wird, Pferdefleisch enthielt.

„Wir sind sehr unglücklich“, sagte der frühere Besitzer des Rennpferds, Suat Topcu, der Nachrichtenagentur DHA. Seinen Worten zufolge war Smart Latch nach einer Beinverletzung kürzlich in den Ruhestand geschickt worden. Die Stute war zuletzt am 14. Oktober 2025 auf der Pferderennbahn von Adana gelaufen und hatte den 7. Platz belegt.

Besitzer wollte Pferde einem örtlichen Rennverein schenken

Laut Topcu wollte er die Stute einem örtlichen Reitverein schenken und beauftragte eine Spedition damit, das Tier dorthin zu bringen. Bis ihn das Ministerium kontaktiert habe, habe er keine Ahnung gehabt, was wirklich aus dem Pferd geworden war.

Dem Bericht zufolge verhängte das Ministerium eine Geldstrafe gegen Topcu, weil er die Schenkung des Pferdes an den Reitstall nicht ordnungsgemäß gemeldet hatte.

Pferd wurde wohl zum Schlachter gebracht

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Stute nie bei dem Reitverein ankam und stattdessen zum Schlachter gebracht wurde. Das Fleisch sei anschließend fälschlich als Rind etikettiert und an ein Unternehmen verkauft worden, das die Suppenküche beliefert.

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