Horror-Tat erschüttert die kleine hessische Gemeinde Heringen! Dort wurde in einer Kühltruhe ein toter Säugling gefunden, berichtet Osthessen News. Weitere Details zum Alter des Kindes oder zu den Hintergründen liegen derzeit noch nicht vor.
Die Ermittlungen in der Sache begannen den Angaben zufolge am Samstag, nachdem ein Zeuge den Fund des toten Säuglings der Polizei gemeldet hatte. Am Donnerstag sei es dann zu einem Polizeieinsatz mit Beteiligung hessischer Spezialeinsatzkräfte gekommen, bei dem die 34-Jährige und ein „in einem persönlichen Verhältnis“ zu ihr stehender 40 Jahre alter Mann festgenommen wurden.
Während die Frau am Freitag in Untersuchungshaft kam, wurde der Mann wieder freigelassen - es bestehe kein dringender Tatverdacht. Die Frau wurde am Freitag einem Haftrichter am Amtsgericht Bad Hersfeld vorgeführt. Dann wird entschieden, ob die Frau in Untersuchungshaft genommen wird.
Tote Babyleiche lag in Kühltruhe
Die Polizei teilte mit, dass sie bereits am vergangenen Samstag einen Hinweis zum Fund eines toten Säuglings in einem Wohnhaus in Heringen erhalten und Ermittlungen eingeleitet hatte. In der Folge hätte sich der Verdacht eines Tötungsdelikts ergeben.
Heringens Bürgermeister Daniel Iliev (SPD) reagierte geschockt auf die Tat in seiner Heimatstadt mit seinen 6748 Einwohnern und sagte gegenüber Osthessen News: „Ich habe erst jetzt erfahren, welch schlimme Tat in unserer Stadt geschehen ist. Ich bin schockiert und ringe um Worte. Dass ein Säugling auf solch grausame Weise sterben musste, macht mich zutiefst betroffen. Den Einsatzkräften möchte ich danken und meinen großen Respekt aussprechen.“
Die Kleinstadt an der Werra im Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit ihren rund 7000 Einwohnern liegt in der Nähe der Landesgrenze zu Thüringen. Bekannt ist Heringen als wichtiger Standort des Düngemittel- und Salzkonzerns K+S.
Vor sieben Jahren verweste Babyleiche gefunden
Vor rund sieben Jahren hatte der Fund einer verwesten Babyleiche in Mittelhessen für Aufsehen gesorgt. Die Mutter war später vom Tatvorwurf der versuchten Kindstötung freigesprochen worden. Sie hatte in dem Prozess erklärt, dass der Säugling bereits tot zur Welt gekommen sei. Diese Aussage konnte in dem Verfahren vor dem Landgericht Limburg nicht widerlegt werden.


