Schiff für Reiche

Bau einer neuen Superyacht in Deutschland – aber sie gehört keinem Milliardär

155 Meter lang, 30 Luxus-Suiten, Infinity-Pool und Karibik-Route: Eine neue Luxusyacht soll entstehen. Dahinter steckt ein neues Konzept.

Author - Sebastian Krause
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So soll die neue Superyacht „Beyond Horizons“ einmal aussehen.
So soll die neue Superyacht „Beyond Horizons“ einmal aussehen.Screenshot/Instagram @lloydwerft

Ein Mega-Auftrag für Bremerhaven – und ein schwimmender Traum für Superreiche. Die Lloyd Werft soll die „Beyond Horizons“ bauen, eine 155 Meter lange und 22 Meter breite Superyacht für den elitären und exklusiven Maybach Ocean Club.

Yacht ist für einen exklusiven Privatclub gedacht

Das Projekt wird als exklusiver Privatclub auf See geplant und soll Luxus, Design und Hochsee-Reisen in einer neuen Form verbinden. Die Rönner-Gruppe, zu der die Lloyd Werft gehört, hat dafür einen Vorvertrag unterzeichnet und soll auch die Inbetriebnahme verantworten.

Superyacht soll keinem Milliardär alleine gehören

Hinter der Lloyd Werft stehen als Gesellschafter die Werftengruppe Lürssen und die Zech Group. „Das Projekt ist für alle Partner ein Schritt in neues Terrain“, sagte Werft-Geschäftsführer Thorsten Rönner laut Rönner-Gruppe.

Das Besondere an der „Beyond Horizons“: Diese Superyacht soll keinem einzelnen Milliardär gehören. Stattdessen ist das Schiff als geschlossener Privatclub konzipiert. Wer dazugehört, bekommt Zugang zu einer schwimmenden Luxuswelt – aber nicht dauerhaft.

So luxuriös soll die neue Superyacht aussehen

Vorgesehen sind 30 Suiten, jeweils rund 74 Quadratmeter groß und mit eigenem Balkon. Dazu kommen sechs Gästesuiten. Die Mitglieder sollen jeweils vier Wochen Nutzungsrecht pro Jahr erhalten. Welche Suite sie bekommen, entscheidet die Clubleitung.

An Bord soll es luxuriös zugehen. Spa- und Wellnessbereiche, mehrere Restaurants sowie ein Beachclub mit Infinity-Pool sind geplant. Ein Begleitschiff soll Wassersportequipment transportieren.

Design-Team von Mercedes ist für Schiff zuständig

Auch beim Personal wird nicht gekleckert. Das Crew-Gast-Verhältnis soll bei 1,3 zu 1 liegen. Bedeutet: Auf die Gäste kommt mehr als ein Crewmitglied. Die „Beyond Horizons“ soll im Sommer im Mittelmeer unterwegs sein, im Winter in der Karibik. Geplant sind Stopps an Orten, die perfekt zur Zielgruppe passen – etwa in Monaco zum Großen Preis in der Formel 1 oder in Cannes während des Filmfestivals.

Für das Aussehen der Yacht ist das Design-Team von Mercedes-Benz unter der Leitung von Gorden Wagener verantwortlich. Beteiligt sind zudem Yachtspezialisten und ein Architekturbüro. Das Erscheinungsbild soll sich an der Designsprache aktueller Modelle der  Luxusautomarke Maybach orientieren.

Wann der Bau beginnen soll, ist noch offen

Auch technisch soll die Superyacht nach vorn gedacht sein. Demnach ist ein Hybridantrieb vorgesehen, der für einen späteren Betrieb mit Methanol vorbereitet sein soll. Bis Methanol im maritimen Bereich breiter verfügbar ist, soll Biodiesel als Übergangslösung genutzt werden.

Für die Lloyd Werft ist der Auftrag ein Prestigeprojekt. Die Bremerhavener Werft ist im internationalen Schiffbau bekannt und war bereits an technisch anspruchsvollen Großprojekten beteiligt. Wann genau der Bau in Bremerhaven beginnt, ist noch offen.

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