Die Geschichte von Kira Cousins ist kaum zu glauben und sorgte im vergangenen Jahr weltweit für Aufsehen: Die damals 22-jährige Schottin aus Airdrie hatte monatelang eine Schwangerschaft vorgetäuscht und schließlich sogar die Geburt inszeniert und eine Puppe als ihr Baby ausgegeben. Nun hat Kira erstmals erzählt, warum sie das alles tat.
Über Monate hinweg zeigte sich Kira in den sozialen Netzwerken mit wachsendem Babybauch – der nicht echt war. Dazu gab's angebliche Ultraschallbilder, Videos von einem vermeintlich tretenden Baby und sogar eine aufwendige Gender-Reveal-Party mit rosa Konfetti.
Ihr Freund Jamie Gardner, ihre Familie und ihr ganzes Umfeld glaubten fest daran, dass sie ein Mädchen erwartet. Alle freuten sich mit Kira und über ihr Baby-Glück: Freunde und Bekannte schenkten dem Paar sogar einen Kinderwagen im Wert von rund 1000 Pfund sowie einen Autositz.

Kira verkündete Geburt von Bonnie-Leigh Joyce
Im Oktober 2025 verkündete Kira dann die Geburt ihrer Tochter Bonnie-Leigh Joyce, angeblich rund 2400 Gramm schwer. Sie hielt das Neugeborene im Arm, führte es im Kinderwagen aus, zog ihm süße Babykleidung an. In Wahrheit war es eine täuschend echt wirkende Reborn-Puppe.

Selbst der Vater hielt das Baby für echt
Am erstaunlichsten dabei: Selbst Jamie, der vermeintliche Vater des Babys, merkte nichts. Er sei felsenfest davon ausgegangen, wirklich Papa geworden zu sein: „Wenn ich auch nur geahnt hätte, dass das eine Puppe ist, wäre ich viel früher verschwunden.“
@neavemcrobert ❌❌KIRA COUSINS AND BONNIE-LEIGH ❌❌
♬ original sound - NeaveMcrobert
Die vermeintliche Oma deckte den Schwindel auf
Irgendwann kamen dem Umfeld dann doch Zweifel – unter anderem, weil man das Baby nie schreien hörte. Aufgeflogen ist die Sache schliesslich, als Kiras Mutter dem kleinen Mädchen nahe kam - und es sich als Puppe herausstellte. Kurz danach, im Oktober 2025, entschuldigte sich Kira in einer inzwischen gelöschten Instagram-Story: Es habe weder eine Schwangerschaft noch ein Baby gegeben, sie habe alles erfunden und viel zu weit getrieben.
Kira selbst ist im Rückblick ziemlich erstaunt, dass es so lange niemandem aufgefallen ist. Nach ihrem öffentlichen Geständnis zog sie sich erstmal komplett aus der Öffentlichkeit zurück. Jetzt hat sie sich zum ersten Mal ausführlich geäußert.

Kira hatte eine Fehlgeburt
Im Gespräch mit der „Sunday Mail“ erzählt Kira, inzwischen 23 Jahre alt, was hinter der ganzen Sache steckte: Sie sei tatsächlich schwanger gewesen, habe das Kind aber durch eine Fehlgeburt verloren. Jamie das zu sagen, habe sie einfach nicht geschafft.
„Ich konnte es ihm einfach nicht sagen. Ich habe tatsächlich ein Kind verloren“, sagte Kria im Interview. Zwar habe sie versucht, mit ihm zu reden, und verweist auf alte Nachrichten auf ihrem Handy, in denen stand, dass sie sich mit ihm zusammensetzen müsse – dazu sei es aber nie gekommen.
Die Lüge Schritt für Schritt grösser geworden, bis sie ihr komplett entglitten sei.„Ich glaube, da war auch Angst und Schock dabei. Ich hatte das alles selbst durchgemacht. Wie soll man jemandem sagen, dass man das alles schon allein durchgestanden hat?“
Dazu sei gekommen, dass Jamie das Kind zu Beginn eigentlich gar nicht wollte, sich dann aber umstimmen ließ: „Er wechselte von ‚Ich will das Kind nicht‘ zu ‚Jetzt bekommen wir es wirklich‘“, so Kira – bis er sich zum Schluss richtig auf die Vaterschaft freute.
