Unfassbarer Fall in USA

Casper (7) starb mit 115 Kilo. Wie seine Eltern den kleinen Jungen zu Tode vernachlässigten

Ihrem kleinen Jungen ließen seine Eltern keine Chance auf ein gutes Leben. Sie kümmerten sich nicht um seine Gesundheit, gaben ihm nur Junk-Food. Völlig vernachlässigt starb das extrem übergewichtige Kind mit nur sieben Jahren.

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Casper aus Michigan, der mit nur sieben Jahren starb. Der Junge wog 115 Kilo. Seine Eltern sind wegen Mordes zweiten Grades angeklagt.
Casper aus Michigan, der mit nur sieben Jahren starb. Der Junge wog 115 Kilo. Seine Eltern sind wegen Mordes zweiten Grades angeklagt.Sharp Funeral Homes

Das Schicksal des kleinen Casper ist erschütternd. Der Siebenjährige wurde jahrelang von seinen Eltern vernachlässigt und mit Junk-Food gemästet, sodass er schließlich starb. Das Kind war verwahrlost und wog bei seinem Tod 115 Kilo. Jetzt kommen die Horror-Eltern vor Gericht. Sie sind wegen Mordes und Kindesmisshandlung angeklagt.

Junge wog vier Mal so viel wie ein gesundes Kind

Was Damien und Jessica O’Brien ihrem kleinen Sohn angetan haben, macht sprachlos. Im November vergangenen Jahres wurden Rettungskräfte zu dem Haus der Familie in Flint Township im US‑Bundesstaat Michigan gerufen. Der siebenjährige Casper hatte Atemprobleme. Wenig später verstarb er im Krankenhaus.

Die Autopsie ergab eine Erkrankung des Herzmuskels, die zu Herzversagen führen kann. Als einer der Faktoren, die dazu geführt hatten, wurde die extreme Fettleibigkeit des kleinen Jungen genannt. 115 Kilogramm wog der Siebenjährige - normal sind in dem Alter bis zu 33 Kilo.

Die Eltern des verstorbenen Jungen, Damien and Jessica O'Brien, sind unter anderm wegen Mordes zweiten Grades angeklagt. Sie sitzen in U-Haft, kommen am 2. Juli vor Gericht.
Die Eltern des verstorbenen Jungen, Damien and Jessica O'Brien, sind unter anderm wegen Mordes zweiten Grades angeklagt. Sie sitzen in U-Haft, kommen am 2. Juli vor Gericht.Genesee County Sheriff's Office

Kind mit Chips, Pommes und Saft krank gemacht

Die Anklage zeichnet ein Bild schwerer, jahrelanger Vernachlässigung. Laut Ermittlern konnte sich Casper so gut wie nicht bewegen. Er soll kaum medizinische Versorgung erhalten haben – nur ein einziger Arztbesuch ist dokumentiert, obwohl die Familie krankenversichert war. Auch eine Schule besuchte der Junge nie. Für den Staat existierten Casper und seine fünfjährige Schwester offiziell nicht.

Besonders erschütternd ist, wie die Horror-Eltern ihr Kind ernährten.  Wie Staatsanwalt John Potbury dem Portal TMZ sagte, bekam Casper täglich dasselbe: darunter eine große Tüte Kartoffelchips, eine große Portion Pommes frites, dazu Apfelsaft und Sprudel. Hinweise auf irgendeine Form von körperlicher Aktivität des kleinen Jungen gebe es nicht. Durch das ständige Liegen im Bett habe Casper Druckgeschwüre entwickelt. Seine Fingernägel seien ungeschnitten gewesen.

Im Haus überall Schmutz, Klo voll mit Fäkalien

Auch der Zustand des Hauses war laut den Ermittlern katastrophal. Die Polizei spricht von einer „Hoarding‑Situation“ – einem Messie-Haushalt, in dem sich Gegenstände und Müll so stapelten, dass kaum Platz blieb, sich im Haus zu bewegen. Alles sei von Schmutz bedeckt gewesen, die Toilette war nicht funktionsfähig und mit Fäkalien gefüllt.

Auch fünfjährige Schwester zu dick und verwahrlost

Der siebenjährige Casper war nicht das einzige Kind des Paares. Seine fünfjährige Schwester Illeana wurde ebenfalls stark vernachlässigt aufgefunden – krankhaft übergewichtig, ungepflegt, mit zerzausten Haaren und nackt draußen vor dem Haus. Das Mädchen wird derzeit in einer Pflegefamilie betreut.

Die Eltern Damien (40) und Jessica O’Brien (41) sitzen in Untersuchungshaft. Am 2. Juli sollen sie erneut vor Gericht erscheinen. Sie müssen sich wegen wegen Mordes zweiten Grades, Folter und mehrfacher Kindesmisshandlung verantworten. Die Staatsanwaltschaft betont, dass Casper nicht nur an einer Krankheit starb, sondern an einem Leben, das ihm keine Chance ließ. Warum die Behörden nicht eingriffen, ist noch nicht geklärt.