Rund ein Viertel der regelmäßigen Smartphone- und Social-Media-Nutzer in Deutschland plant zum Jahreswechsel eine digitale Auszeit, den beliebten „Digital Detox“. Das zeigt eine aktuelle Bitkom-Umfrage. Im Schnitt dauert diese Pause drei Tage, bei etwa der Hälfte sogar nur einen Tag.
Ein vollständiger Verzicht hingegen ist selten: Nur fünf Prozent der „Digitalfastenden“ wollen komplett alle digitalen Anwendungen beiseitelassen.
Worauf Benutzer am ehesten verzichten? 55 Prozent machen es bei Spielen und Gaming-Apps. 48 Prozent meiden soziale Netzwerke, 42 Prozent verzichten auf Onlineshopping, und 32 Prozent gönnen sich einen Tag ohne Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime.
Deutschlands Digitalminister verzichten auch mal aufs Smartphone
Ein prominentes Vorbild in Sachen Medienverzicht kommt von höchster Stelle: Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (56/CDU) nennt das Smartphone am Morgen ein No-Go. Er legt es abends eine Stunde vor dem Schlafengehen weg und greift morgens erst ein bis anderthalb Stunden später wieder danach. Damit möchte er bewusst Schreib- und Denkzeit haben. ohne von externen Impulsen gesteuert zu werden.

Wildberger schätzt seine tägliche Nutzungsdauer mit rund vier Stunden, beschränkt sich aber auf berufliche Mails und Nachrichten und bemüht sich, „nicht zum Sklaven der verschiedenen Portale“ zu werden.


