Digitale Auszeit

Jeder vierte Deutsche will das Handy weglegen

Zum Jahresstart planen viele Deutsche eine digitale Auszeit. Selbst der Digitalminister macht mit – so sieht sein Digital Detox aus.

Author - Sebastian Karkos
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Eine Frau tippt auf einem Smartphone. Wie lange kann ein Mensch auf Digitales verzichten?
Eine Frau tippt auf einem Smartphone. Wie lange kann ein Mensch auf Digitales verzichten?Sebastian Kahnert/dpa

Rund ein Viertel der regelmäßigen Smartphone- und Social-Media-Nutzer in Deutschland plant zum Jahreswechsel eine digitale Auszeit, den beliebten „Digital Detox“. Das zeigt eine aktuelle Bitkom-Umfrage. Im Schnitt dauert diese Pause drei Tage, bei etwa der Hälfte sogar nur einen Tag.

Ein vollständiger Verzicht hingegen ist selten: Nur fünf Prozent der „Digitalfastenden“ wollen komplett alle digitalen Anwendungen beiseitelassen.

Worauf Benutzer am ehesten verzichten? 55 Prozent machen es bei Spielen und Gaming-Apps. 48 Prozent meiden soziale Netzwerke, 42 Prozent verzichten auf Onlineshopping, und 32 Prozent gönnen sich einen Tag ohne Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime.

Deutschlands Digitalminister verzichten auch mal aufs Smartphone

Ein prominentes Vorbild in Sachen Medienverzicht kommt von höchster Stelle: Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (56/CDU) nennt das Smartphone am Morgen ein No-Go. Er legt es abends eine Stunde vor dem Schlafengehen weg und greift morgens erst ein bis anderthalb Stunden später wieder danach. Damit möchte er bewusst Schreib- und Denkzeit haben. ohne von externen Impulsen gesteuert zu werden.

Karsten Wildberger ist seit 2025 Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung.
Karsten Wildberger ist seit 2025 Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung.Michael Kappeler/dpa

Wildberger schätzt seine tägliche Nutzungsdauer mit rund vier Stunden, beschränkt sich aber auf berufliche Mails und Nachrichten und bemüht sich, „nicht zum Sklaven der verschiedenen Portale“ zu werden.

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