So erkennen Sie ihn

Hipp-Erpresser geschnappt, aber es ist noch Gift-Brei im Umlauf!

Der HiPP‑Erpresser wurde festgenommen. Doch ein letztes vergiftetes Babybrei‑Gläschen fehlt noch – Eltern sollen weiter aufmerksam bleiben.

Author - Florian Thalmann
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Ein 39 Jahre alter Mann soll Gläser mit Babynahrung von HiPP vergiftet haben. Das Unternehmen rief deshalb vorsorglich sein gesamtes Babykostgläschen-Sortiment bei Spar Österreich zurück.
Ein 39 Jahre alter Mann soll Gläser mit Babynahrung von HiPP vergiftet haben. Das Unternehmen rief deshalb vorsorglich sein gesamtes Babykostgläschen-Sortiment bei Spar Österreich zurück.Tobias Steinmaurer/dpa

Es ist eine gute Nachricht für alle Eltern und Großeltern: Laut Medienberichten ist der Mann, der das Unternehmen HiPP erpresste und Gläschen mit Babynahrung mit Rattengift versetzte, geschnappt. Die Ermittler haben den mutmaßlichen Täter identifiziert, sein Versteck ausfindig gemacht und am Samstag gestürmt. Allerdings ist noch immer vergifteter Brei im Umlauf, heißt es.

Mann (39) vergiftete Abynahrung von HiPP

Die „SOKO Glas“ hatte länderübergreifend Ermittlungen angestellt, nun gelang den Ermittlern der Zugriff: Der HiPP-Erpresser ist gefasst! Im Landkreis Salzburg in Österreich konnte der mutmaßliche Brei-Vergifter festgenommen werden.

Der 39 Jahre alte Erpresser soll im Laden Babybrei gekauft, diesen mit Rattengift versetzt und die Gläschen danach wieder zurück ins Geschäft gebracht haben. Er wird laut „Kronen Zeitung“ nun von den Ermittlern verhört, hat aber selbst noch nicht ausgesagt.

Vergiftete Brei-Gläschen wurden laut Berichten unter anderem in Tschechien, in der Slowakei und im Burgenland gefunden. Alle hatten einen weißen Sticker mit einem roten Rand auf dem Boden des Glases. Das Problem: Insgesamt sechs Gläser soll der Erpresser, der zwei Millionen Euro in Kryptowährungen verlangte, in Umlauf gebracht haben. Nur fünf konnten allerdings sichergestellt werden. Das letzte soll sich laut Ermittlern im österreichischen Burgenland befinden.

Stefan Hipp (l.), Geschäftsführender Gesellschafter Hipp GmbH & Co. Vertrieb KG.
Stefan Hipp (l.), Geschäftsführender Gesellschafter Hipp GmbH & Co. Vertrieb KG.Daniel Vogl/dpa

HiPP-Erpresser soll allein gehandelt haben

Geschäftsführer Stefan Hipp ist deshalb noch immer in Alarmbereitschaft. „Der Fokus liegt jetzt darauf, dieses eine Glas noch zu finden, was leider noch nicht gelungen ist.“ Es deutet alles darauf hin, dass der HiPP-Erpresser allein handelte. Weitere Informationen zu dem mutmaßlichen Täter oder zu dem Motiv, das ihn zu den schrecklichen Taten antrieb, gibt es aktuell noch nicht.

Was halten Sie von den Taten des HiPP-Erpressers? Schicken Sie uns Ihre einung per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!