Keine Verletzten

Geiselnahme beendet – alle Geiseln sind frei, die Täter auf der Flucht

Bei der Geiselnahme in einer Bank in Sinzig war die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz. Täter und Geiseln hatten sich im Tresorraum verschanzt.

Author - Sebastian Karkos
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Einsatzkräfte der Polizei standen am Einsatzort.
Einsatzkräfte der Polizei standen am Einsatzort.Thomas Frey/dpa

Die Geiselnahme in der Volksbank in Sinzig (Rheinland-Pfalz) ist beendet – und das ohne Verletzte. Die Täter befanden sich bei der Durchsuchung des Gebäudes durch das SEK nicht mehr vor Ort, so die Polizei. Zwei im Tresorraum eingeschlossene Geiseln wurden unverletzt befreit.

Polizei teilt mit, dass die Täter schnell weg waren

Wie die Polizei weiter mitteilte, ist davon auszugehen, dass sich die Täter bereits „unmittelbar nach dem Einschließen der Personen in den Tresorraum“ am Vormittag „auf bislang nicht bekanntem Weg“ vom Tatort entfernt hatten.

Eine Fahndung im Nahbereich verlief zunächst ergebnislos. In der Filiale war es am Freitag gegen 9 Uhr zu der Geiselnahme gekommen. Danach beherrschten bewaffnete Einsatzkräfte die Szenerie in dem kleinen Ort, über dem auch ein Hubschrauber kreiste.

Schnell gab die Polizei bekannt, dass es sich um mehrere Täter handeln soll, die Geiseln in ihrer Gewalt hatten. Bei einer Geisel handelte es sich um den Fahrer eines Geldtransporters, der sich mit den Tätern im Tresorraum befand.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.5VISION.NEWS/Imago

„Wir hoffen, dass wir die Lage ohne Verletzte beenden können“, sagte der Polizeisprecher Jürgen Fachinger am frühen Nachmittag. „Die Maßnahmen laufen – auch wenn es nach außen nicht so aussieht. Über taktische Maßnahmen machen wir grundsätzlich keine Angaben. Es besteht keine Gefahr für Menschen außerhalb der Absperrung.“

Kunden waren nicht unter den Geiseln. Sinzig hat knapp 20.000 Einwohner und liegt etwa 26 Kilometer südlich von Bonn.

Es war lange unklar, wie viele Menschen sich in der Bankfiliale befanden.
Es war lange unklar, wie viele Menschen sich in der Bankfiliale befanden.Marc John/Imago

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