Chaos in Marzahn

Mann bricht ein, zerlegt Schwimmhalle, klaut Autos und flieht vor Polizei

Ein 31-Jähriger sorgt für einige Aufregung in Marzahn: Wohnungseinbruch, Randale im Schwimmbad, zwei Autodiebstähle, wilde Flucht – Polizei stoppt ihn schließlich.

Author - Kay Schöphörster
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Polizeieinsatz (Symbolbild).
Polizeieinsatz (Symbolbild).Daniel Karmann/dpa

Was für ein Chaos-Tag in Marzahn! Ein 31-jähriger Mann marodierte am Freitagvormittag durch Marzahn und hinterließ dabei eine Spur der Verwüstung im Berliner Osten – mit Einbruch, Randale, zwei Autodiebstähle und einer halsbrecherische Flucht vor der Polizei. Erst nach einer spektakulären Verfolgungsjagd konnten die Beamten den Mann überwältigen.

Alles beginnt gegen 12.30 Uhr an einer Tankstelle in der Ahrensfelder Chaussee: Der Mann soll ein Auto gestohlen haben – und dabei ein Messer bei sich getragen haben. Nur kurze Zeit später taucht er in der Lea-Grundig-Straße auf, klettert über einen Balkon in eine Wohnung und bedroht dort die 45-jährige Bewohnerin. Er klaut Wertgegenstände, flüchtet durch die Tür – und versucht auf einem Parkplatz, ein Auto zu kapern, in dem zwei Frauen und ein 12-jähriges Mädchen sitzen. Sie können ihn glücklicherweise abwehren.

Mann stürmt Schwimmhalle in Marzahn

Doch der 31-Jährige zieht weiter. Gegen 13 Uhr stürmt er die Schwimmhalle an der Marzahner Promenade. Dort entledigt er sich seiner Kleidung, zerstört mit einem schweren Gegenstand das Geländer der Galerie und springt in den Schwimmerbereich. Anschließend schlägt er auf Fensterscheiben ein. Besucher fliehen panisch aus dem Gebäude.

Draußen bemerken Winterdienstmitarbeiter die flüchtenden Badegäste und wollen helfen. Ein fataler Moment: Der Täter steigt in ihr abgestelltes Fahrzeug, lässt den Motor aufheulen  und flieht Richtung Lichtenberg.

Was folgt ist eine turbulente Verfolgungsjagd durch mehrere Straßen. Der Mann fährt im Gegenverkehr, über Grünflächen und verursacht mehrere Unfälle. Erst an der Frankfurter Allee/Warschauer Straße endet seine Fahrt. Doch zu Fuß versucht er wieder zu fliehen, setzt sich sogar kurzfristig auf den Beifahrersitz eines fremden Autos. Dann schnappen die Polizisten zu.

Der Mann leistet massiven Widerstand. Erst gefesselt an Händen und Füßen kann er in einen Gefangenentransporter gebracht werden. Dort finden die Beamten Drogen bei ihm. Ein Polizist wird leicht verletzt. Eine Haftentscheidung soll noch am Sonnabend folgen.