Foto: Imago/Panthermedia (Symbolbild)

In einer Wohnung in Kreuzberg hat die Polizei in der Nacht zu Sonnabend eine illegale Pokerrunde mit 13 Männern im Alter von 27 bis 67 Jahren aufgelöst. Vorausgegangen war ein anonymer Hinweis, wonach in der Wohnung in der Kochstraße mehrere Personen an einem illegalen Glücksspiel teilnehmen würden. In dieser Wohnung war bereits am 5. März eine Glücksspielrunde mit 19 Personen durch die Polizei aufgelöst worden.

Jetzt lesen: Jugendliche rebellieren gegen Corona-Ausgangsbeschränkungen: So verlief die Nacht in Berlin und Hamburg >>

Mit einem Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft betraten die alarmierten Einsatzkräfte des Abschnitts 53 zusammen mit Teilkräften von zwei Hundertschaften die Wohnung, deren Fensterscheiben von innen abgeklebt waren. Dort trafen sie auf dreizehn Männer, die sich um einen Pokertisch herumgruppiert hatten, auf dem Getränke, Zigarettenschachteln und angefangene Snacks lagen. Keiner der Männer trug einen Mund-Nasen-Schutz, Abstände wurden nicht eingehalten. In der Küche war ein kleines Buffet aufgebaut.

Ein Sprecher der Polizei sagte, dass mehrere Zehntausend Euro beschlagnahmt worden seien. Auch den Pokertisch mit Chips und Spielkarten darauf nahm die Polizei mit, zusammen mit zwei daneben liegenden Pokerkoffern, zwei eingeschalteten Glücksspielautomaten aus einem Nachbarraum und 30 verschlossenen Packungen mit Spielkarten. Die Personalien der Männer wurden aufgenommen. Sie müssen sich jetzt wegen unerlaubten Glücksspiels und Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verantworten. Da der Wohnungsinhaber nicht vor Ort war, wurde die Wohnung beschlagnahmt.