Eisbär-Mädel Hertha zeigt im Tierpark nun ohne Publikum, wie toll sie sich im Wasser mit Ball und Kunstscholle vergnügt. Foro: imago-images/Wagner

Das Leben geht weiter. Im Tierpark und im Zoo, die seit einer Woche für das Publikum geschlossen sind. Der KURIER berichtet, was unsere tierischen Lieblinge jetzt dort alles so treiben, auch wenn wegen Corona keine Besucher da sind.

Eisbär-Mädel Hertha wird vermutlich erstaunt gewesen sein. Huch, plötzlich steht kein einziger Tierpark-Gast mehr an der Felsenanlage, um dort ihr Badevergnügen zu bewundern. Bei den Panda-Zwillingen im Zoo ist es genauso. Keinen Besucherandrang wie noch vor Wochen gibt es vor ihrem Gehege. Dabei zeigen die Gebrüder Meng gerade, dass sie nicht mehr an der Flasche hängen, sondern schon schön brav ihre Milch aus dem Fressnapf schlürfen können. Morgens und abends bekommen Pit und Paule täglich davon jeweils 130 Milliliter serviert.

Panda-Kind Paule schlabbert seine Milch statt aus der Flasche nun aus dem Näpfchen. Foto: Zoo Berlin

 Als Vorsichtsmaßnahme in der Corona-Krise ließ Direktor Andreas Knieriem bereits vergangenen Dienstag Tierpark und Zoo für Besucher schließen. „Den Tieren geht es gut, die Tierpfleger sind auch in diesen schweren Zeiten für ihre Schützlinge da“, sagt ein Sprecher dem KURIER.

Seehunde-Show ohne Publikum

Die Seehunde im Zoo vollführen bei den Fütterungen sogar ohne Publikum weiter ihre Kunststücke. Das hat auch einen Grund. Denn die Show dient nicht nur dazu, um die Besucher zu begeistern. Sie sind ein „medizinisches Training“, damit im Ernstfall der Tierarzt auf ein bestimmtes Zeichen die Seehunde untersuchen, ihnen zum Beispiel problemlos ins Maul schauen kann, wenn es Wehwehchen gibt.

Ohne Publikum wurde im Zoo sogar ein tierischer Geburtstag gefeiert. Elefanten-Dame Pang Pha wurde vor wenigen Tagen 33 Jahre alt. Zum Ehrentag gab es mit Obst gefüllte Geschenkpakete für den Dickhäuter.

Im Tierpark gibt es gerade neue Stars, die erst einmal ohne die Bewunderung der Besucher auskommen müssen. Fred und Frida heißen die beiden Pelikan-Küken, die vor wenigen Wochen aus ihren Eiern geschlüpft sind.

Auch wenn die Berliner derzeit nicht in den Zoo und in den Tierpark können: Auf den Facebook-Seiten der beiden Tiergärten gibt es ständig neue Videos, auf denen man sehen kann, wie gut es unseren Lieblingen dort geht.

Fred und Frida heißt der Pelikan-Nachwuchs im Tierpark. Foto: Tierpark Berlin