Osterglocken an einer Uferpromenade. Den Frühblühern könnte am Wochenende der Kältetod drohen. Foto: Felix Kästle/dpa

Bis zu 18 Grad wurden am Montag in Berlin gemessen - bundesweit waren es sogar schon 20 Grad. Am Mittwoch erwarten wir in der Hauptstadt nochmal 17 Grad. In der Mitte und im Süden Deutschlands rechnet Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net) sogar noch mit bis zu 22 Grad. Doch für das Wochende prognostiziert der Diplom-Metorologe einen kräftigen Rückschlag: "Der Märzwinter rauscht nach Deutschland." Sogar ein paar Flocken seien möglich.

In Berlin könnte die Quecksilbersäule in den Nächten ab Sonnabend leicht die minus vier Grad erreichen. Höchste Gefahr droht dabei neuen Setzlingen und empfindlichen Pflanzen, die bei den bislang extrem milden Temperaturen gut gedeihen konnten. Ihnen droht nun der jähe Kältetod.

Eisige Luftmassen aus dem Osten

Dabei stehen die Zeichen eigentlich auf Sonne satt, denn ab Sonntag gesellt sich ein neues Hoch zu uns. Doch, so Wetterexperte Jung, "das liegt ziemlich dämlich für warmes Frühlingswetter". Denn sein Zentrum wird über dem Norden Europas liegen, und vom Osten her können kalte Luftmassen zu uns einströmen. "So eine Wetterlage hätte uns im Dezember oder Januar strammen Dauerfrost gebracht", so Jung. Nun sorgt die stärkere Frühlingssonne dafür, dass haben wir tagsüber am Wochenende immerhin noch Werte um die sieben Grad erreichen. Nachts sacken die Werte aber am frühen Sonntag und Montag heftig ab. Am Alpenrand werden sogar Bibbertemperaturen von bis zu minus zehn Grad erwartet. Was für ein Absturz nach den warmen Frühlingstagen!

So lange das schöne Wetter noch andauert und wir es in den Zeiten der Corona-Krise noch dürfen: Diplom-Meteorologe Jung rät dazu, rauszugehen. "Nicht in die Eisdiele oder ähnliches, sondern raus auf die Felder und in die Wälder, Abstand halten von anderen Menschen, und dabei Sonnenschein und Wärme und besonders Vitamin D tanken." Selbst wenn es am Wochenende richtig frisch wird, sollte man nicht auf Bewegung an der frischen Luft verzichten. Denn das stärkt das Immunsystem. "In diesen Zeiten ist das sehr wichtig", so Jung.