Hertha BSC

Winkler will weg! Das sagt Hertha-Coach Leitl dazu

Flügelflitzer Marten Winkler hat bei Hertha BSC einen Wechselwunsch hinterlegt. Trainer Stefan Leitl will eine schnelle Lösung.

Author - Wolfgang Heise
Teilen
Flügelflitzer Marten Winkler will sich einen Bundesliga-Klub suchen und Hertha BSC in diesem Sommer verlassen.
Flügelflitzer Marten Winkler will sich einen Bundesliga-Klub suchen und Hertha BSC in diesem Sommer verlassen.IMAGO/nordphoto GmbH / Engler

Diese Personalie kommt schon überraschend bei Hertha BSC. Marten Winkler (22) will weg. Der Flügelflitzer will sich einen Bundesliga-Klub suchen. Noch vor vier Wochen hatte Trainer Leitl gesagt, dass er mit Winkler für die Zukunft plant. Jetzt ist plötzlich alles offen.

Leitl: „Man sollte bei Winkler eine Lösung finden“

Wie reagiert Leitl jetzt? Eigentlich wie immer: Kühl und sachlich. Er ist nicht beleidigt oder kämpft mit großen Worten um den Offensivspieler, der in dieser Saison unter ihm einen großen Entwicklungssprung gemacht hat.

Leitl stellt einfach nur fest: „Die Fakten sind: Matte hat Vertrag. Er hat sich öffentlich geäußert, dass er den Verein gerne verlassen würde. Und jetzt sollte man eine Lösung finden. Davon bin ich ein Fan. Das liegt jetzt auf einem anderen Schreibtisch. Und nicht auf meinem.“ Heißt: Winkler und sein Berater müssen sich mit Sportdirektor Benjamin Weber auseinandersetzen und einen interessierten Klub präsentieren, der auch die nötige Ablöse zahlt. Winklers Marktwert liegt momentan bei 1,5 Millionen Euro.

Unter Hertha-Trainer Stefan Leitl wurde Marten Winkler in dieser Saison Stammspieler.
Unter Hertha-Trainer Stefan Leitl wurde Marten Winkler in dieser Saison Stammspieler.IMAGO/nordphoto GmbH / Engler

Winkler: „Mich reizt die Bundesliga“

Winkler, der seit Sommer 2023 fest zum blau-weißen Profikader gehört und in dieser Saison zum Stammspieler (25-mal in der Startelf, sechs Treffer, sieben Tore Vorbereitete) wurde, hatte sich im „Kicker“ so geäußert: „Man will sich immer weiterentwickeln. Mich reizt die Bundesliga sehr. Hier ist nichts abgeschrieben. Aber ich habe beim Verein hinterlegt, dass ich den nächsten Schritt gehen möchte und mir einen Wechsel vorstellen kann. Jetzt schauen wir mal, was der Sommer bringt.“

Leitl sagt zu den Abwanderungsgedanken seines Schützlings weiter: „Ich finde es auch nicht schlimm, wenn sich Matte jetzt bereit sieht, den nächsten Schritt zu gehen. Dann ist das okay. Dann hat er das getan, wofür der Verein steht. Jungens aus der Akademie ausbilden und wenn sie bereit sind, sie dann verkaufen. Das ist auch ein wirtschaftlicher Faktor.“

Hertha muss in diesem Sommer wieder Transfererlöse von rund 15 Millionen Euro erwirtschaften. Das weiß auch Leitl, aber betont: „Das Gros der Mannschaft wird zusammenbleiben. Wie der Kader am Ende aussieht, kann ich aber noch nicht sagen.“